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Mönchengladbach: Die Rückkehr der Militärmusik

Mönchengladbach : Die Rückkehr der Militärmusik

Das Musikkorps der Bundeswehr gibt am 22. November ein Benefizkonzert im Saal der Stadthalle Rheydt. Der Erlös geht an die Jugendarbeit dreier Garden aus dem Karneval. Das Konzert steht in der Tradition des Nato-Musikfestes.

Militärmusik und Mönchengladbach, das passt einfach zusammen. Nicht nur als Alliteration. Die Kombination steht für eine lange Tradition, die 1960 begann. Damals fand auf der Radrennbahn im Volksgarten zum ersten Mal das Nato-Musikfest statt, das später ins Bökelbergstadion und schließlich in den Borussia-Park wechselte. Als die Briten 2013 aus der Stadt abzogen, verabschiedeten sie sich mit einer Parade auf dem Kapuzinerplatz, bei der die Crossed Sword Pipe Band und die Blaskapelle der Prince of Wales Division spielten. Vor vier Jahren kamen rund 11.500 Zuschauer ins Stadion, um nach 54 Jahren beim vorerst letzten Nato-Musikfest dabei zu sein. Der Oberbürgermeister hieß seinerzeit Norbert Bude. Er sagte damals: "Vielleicht werden wir das in anderer Art und Weise fortführen." Nun geht die Vorhersage in Erfüllung. Am Donnerstag, 22. November, kommt das Musikkorps der Bundeswehr zu einem Benefizkonzert in den Konzertsaal des Theaters in Rheydt. Los geht es um 20 Uhr.

 Norbert Bude, Elmar Eßer, Oberstleutnant Christoph Scheibling, Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners und Dieter Beines.
Norbert Bude, Elmar Eßer, Oberstleutnant Christoph Scheibling, Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners und Dieter Beines. Foto: Christian Lingen

Die Große Rheydter Prinzengarde, die Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach und die 1. Stadtgarde haben sich zur AG Jugendkarneval zusammengeschlossen und richten unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners gemeinsam das Konzert aus. Das Musikkorps verzichtet auf seine Gage. Der Erlös geht an die Jugendarbeit der drei närrischen Garden. 695 Plätze stehen in der Stadthalle zur Verfügung. Der Vorverkauf hat begonnen. "Ich finde es klasse, wenn Vereine auf solche Ideen kommen, um die Jugendarbeit zu fördern", sagt Reiners, der sich freut, endlich wieder Militärmusik in der Stadt zu hören. "Wir haben in der Bundeswehr 14 Musikeinheiten", erklärt Oberstleutnant Christoph Scheibling, der das in Siegburg beheimatete Musikkorps der Bundeswehr leitet. Sein Korps ist das renommierteste und beste, das die Bundeswehr hat.

Beim Benefizkonzert in Rheydt wird das Musikkorps die festliche Ouvertüre 1812 von Peter Tschaikowsky, die sinfonische Dichtung "Das Tor zur Welt" von Guido Rennert und dessen Arrangement "The Spirit of Scotland" spielen. Weil das Konzert von den Prinzengarden und der Stadtgarde organisiert wird, gibt es im zweiten Teil des Konzerts rheinische Melodien. Unter dem Titel "Kölle es e Jeföhl" erklingen Hits von Bap und bekannte Karnevalslieder. Für Oberstleutnant Christoph Scheibling wird das Benefizkonzert eine Rückkehr sein. Als das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr aus Garmisch-Partenkirchen 2002 beim Nato-Musikfest spielte, war Scheibling dessen Dirigent. Auch für Norbert Bude ist es ein Wiedersehen. Der ehemalige Oberbürgermeister ist inzwischen Vorsitzender der Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach. Auch für Dieter Beines, den Präsidenten der Großen Rheydter Prinzengarde, hängen viele Erinnerungen am Musikkorps. "Früher spielte die Bundeswehr zum Abschluss der Blumenwoche in Rheydt im Grenzlandstadion", erzählt er.

Elmar Eßer, der Vorsitzende der Stadtgarde, kennt die Musiker durch seine Arbeit für die Marketinggesellschaft der Stadt (MGMG). Eßer organisierte einst das Nato-Musikfest. Nun hilft die MGMG beim Kartenverkauf für das Benefizkonzert. Die Eintrittskarten gibt es in zwei Kategorien für 19 und 24 Euro online unter www.adticket.de sowie über die Hotline 0180 6050400 und an den bekannten Vorverkaufsstellen. Rollstuhlfahrer können sich unter 0172 1462470 bei Elmar Eßer anmelden. Ihre Begleiter haben freien Eintritt.

(RP)