1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Die RP-Leser wählen ihre Favoriten

Mönchengladbach : Die RP-Leser wählen ihre Favoriten

Die RP-Redaktion sucht Gladbachs Beste – mit Ihrer Hilfe. Wir stellen 50 Frauen und Männer vor, die Großes geleistet haben. Doch wer ist die/der Größte? Sie dürfen wählen und können als Hauptpreis eine Kreuzfahrt gewinnen. Hier sind die Kandidaten 37 bis 42.

Die RP-Redaktion sucht Gladbachs Beste — mit Ihrer Hilfe. Wir stellen 50 Frauen und Männer vor, die Großes geleistet haben. Doch wer ist die/der Größte? Sie dürfen wählen und können als Hauptpreis eine Kreuzfahrt gewinnen. Hier sind die Kandidaten 37 bis 42.

 Ohne ihn wäre Borussia heute vermutlich nicht in der Bundesliga: Manager Helmut Grashoff.
Ohne ihn wäre Borussia heute vermutlich nicht in der Bundesliga: Manager Helmut Grashoff. Foto: Horstmüller

Der Manager (37) Helmut Grashoff führte die Borussia zu ihrer Glanzzeit. 1962 wurde er Vizepräsident, 1966 dann der erste Manager eines Bundesligavereins überhaupt. Mehr als ein Vierteljahrhundert lang bestimmte er die Vereinspolitik, bildete mit Helmut Beyer und Alfred Gerhards ein legendäres Dreigestirn. In seine Amtszeit fielen fünf Deutsche Meisterschaften, zwei Uefa-Cup-Siege und ein DFB-Pokalerfolg. Am 15. Januar 1991 trat er von seinen Ämtern zurück. 1997 starb der Sohn eines Fregatten-Kapitäns (geb. 1928 in Hamburg) in Mönchengladbach.

 Hermann Piecq.
Hermann Piecq. Foto: Stadtarchiv MG

Der Zeichner (38) Das "kleine Arschloch" machte Walter Moers als Comic-Zeichner berühmt. Auch Käpt'n Blaubär, der seit 1988 in Fernsehen, Kinderbüchern und Hörspielen auftaucht, entspringt seiner Feder. Moers wurde am 24. Mai 1957 in Mönchengladbach geboren. Nach der Schule hielt er sich zunächst mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser, begann dann eine kaufmännische Lehre und brachte sich selbst das Zeichnen bei. In Anlehnung an seinen Käpt'n Blaubär erschien 1999 das erste Buch, das auf dem Kontinent Zamonien spielt: "Die 13½ Leben des Käpt'n' Blaubär". Moers lebt heute in Hamburg, sein aktueller Zamonien-Roman heißt "Die Stadt der Träumenden Bücher".

  • Fotos : Diese Menschen stehen bei Unsere Besten zur Wahl
  • Die Fabrik wird in dieser Halle
    Kommentar zur C&A-Fabrik in Mönchengladbach : Zurück zu neuer Stärke
  • Co-Working-Space in der Rather Straße. Foto:
    Innovativer Vorschlag : Landesbeamte sollen Arbeitsort frei wählen

Der promovierte Autor (39) Peter Bamm war Arzt, Sinologe, Autor und zählt zu den berühmtesten Söhnen der Gemeinde Jüchen. Im Oktober 1897 wurde Bamm, der mit bürgerlichem Namen Curt Emmerich hieß, in Hochneukirch geboren. Als er sieben Jahre alt war, zog seine Familie nach Sachsen. Er studierte Medizin und Sinologie, schrieb daneben unter anderem Feuilletons für Zeitungen, Essays und Kurzgeschichten. Als er promoviert hatte, wurde er Schiffsarzt und bereiste die Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte sich Emmerich alias Peter Bamm auf die Schriftstellerei. 1952 erschien sein erster Bestseller, "Die unsichtbare Flagge". Er starb 1975 in der Schweiz.

Der Museumsdirektor (40) Johannes Cladders (1924 in Krefeld geboren) war 18 Jahre lang Museumsmann in Mönchengladbach. Zunächst leitete er das alte Museum an der Bismarckstraße, dann von 1982 bis 1985 das Museum Abteiberg. Für den von ihm initiierten Neubau erhielt er 1984 zusammen mit Hans Hollein den deutschen Architekturpreis. Cladders übte starken Einfluss auf die Kulturszene in Mönchengladbach aus. Ende der 60er Jahre ermöglichte er dem jungen Joseph Beuys die allererste Museumsausstellung, das hätte ihn fast den Job gekostet. 2009 starb er mit 84 Jahren in Krefeld.

Der Torhüter (41) Marc-André ter Stegen ist waschechter Gladbacher und seit "einer Ewigkeit" Borusse. Jetzt ist der U17-Europameister von 2009 die Nummer eins im Klub. In der vergangenen Saison war der Rheydter eines der Gesichter der Relegations-Rettung. Nun steht er mit einem Gegentorschnitt von aktuell rund 0,7 pro Spiel für den Aufschwung im Borussia-Park — mit nur 19 Jahren. Nicht wenige sagen, ter Stegen hat das Zeug, Deutschlands erster Torwart zu werden.

Das Oberhaupt (42) Von 1900 bis zu seinem Todesjahr 1920 war Hermann Piecq Oberbürgermeister der alten Stadt Mönchengladbach. In kurzer Zeit baute der Kölner (geb. am 30. Mai 1859) die Verwaltung nach dem Muster einer Großstadt um, gründete die Berufsfeuerwehr, das Städtische Orchester und die gewerblichen und kaufmännischen Berufsschulen. In seine Amtszeit fiel der Bau der Kaiser-Friedrich-Halle, der Hardterwaldklinik, des Wasserturms und des Landgerichts. Die heutige Infrastruktur der Stadt stammt im Wesentlichen aus dieser Ära.

(naf)