Borussia Mönchengladbach: "Die Raute im Herzen" erhält Bestnoten

Borussia Mönchengladbach: "Die Raute im Herzen" erhält Bestnoten

Der Film von Nils Bongartz feierte vor Fans, Protagonisten und Borussia-Verantwortlichen Premiere. Und die waren beeindruckt.

Wenn Borussia-Fans Schals und Trikots gegen schwarze Anzüge tauschen, dann muss es schon ein besonderer Anlass sein. Doch die Vorpremiere des Filmes "Die Raute im Herzen — ein Versuch, Liebe zu erklären" bot allen Grund zu der eleganten Garderobe. Alle kamen, um den Kommunikationsdesign-Studenten Nils Bongartz, der den Film als Bachelorprojekt drehte, zu unterstützen, und um ihre Neugier auf das Ergebnis seiner monatelangen Arbeit zu stillen. In dem 49-minütigen Streifen erhält der Zuschauer Einblick in das Leben von fünf Menschen, die ihre Liebe zu Borussia Mönchengladbach auf unterschiedliche Weise ausleben.

Bongartz ist selbst glühender Anhänger der Fohlen und Vorsänger in der Nordkurve. Für sein Projekt versuchte er dennoch, die Fan-Szene aus einem objektiven Blickwinkel zu betrachten. Die Liste mit insgesamt 175 Gästen — mehr hätten in den Saal des Rheydter Kinos "Cinema & Movie" nicht hinein gepasst — war prominent besetzt. Neben Fans und den Protagonisten des Films wurden auch Sportdirektor Max Eberl, Mittelfeld-Akteur Christoph Kramer, Geschäftsführer Stephan Schippers und Teammanager Steffen Korell mit rotem Teppich und Blitzlichtgewitter empfangen — wie es sich für eine echte Filmpremiere gehört.

Max Eberl musste nicht lange nachdenken. "Für uns stand sofort fest, dass wir kommen werden, als wir von dem Projekt erfahren haben", sagte Borussias Sportdirektor, der den Film nutzte, um sich ein genaueres Bild von Gladbachs Ultra-Szene zu machen. Er wurde nicht enttäuscht.

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Nach dem Empfang ging es rasch in den voll besetzten Saal. Die grünen Kinosessel passten dabei genauso zum Anlass wie die frisch gebackenen Rauten-Plätzchen, die an jedem Platz bereit lagen. Innerhalb der folgenden Stunde wurde es oft mucksmäuschenstill im Saal. Denn die Zuschauer tauchten unter anderem ein in das Leben von Steffen, der in der ehemaligen DDR seine Liebe zur Borussia zunächst nicht ausleben durfte, oder in den Alltag von Julian, der weder Kosten noch Mühen scheut und aus Würzburg zu jedem Spiel "seiner" Borussia fährt. "Man hat an der Reaktion der Zuschauer gemerkt, wie beeindruckend manche Szenen sind", lobte ein begeisterter Stephan Schippers. "Eigentlich würde ich mir den Film gerne sofort auf DVD mitnehmen, um ihn meinen Kindern zu zeigen", sagte Borussias Geschäftsführer schmunzelnd.

Nils Bongartz, der wohl noch nie so viele Hände schüttelte wie an diesem Abend, war stolz und erleichtert nach der gelungenen Premiere seiner mit 1,0 benoteten Bachelorarbeit. "Ich bin zufrieden und glücklich. Es war schon ein Full-Time-Job in den letzten Monaten, aber es hat sich gelohnt."

Zwar waren die Tickets für die Premiere schnell vergriffen, doch es gibt weitere Termine: Für die Vorstellungen am 15\. März (21 Uhr) und 16\. März (18 und 20 Uhr) sind noch Karten im "Cinema & Movie" erhältlich.

(RP)
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