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Mönchengladbach: Die Radstation soll Zugang zum Gleis bekommen

Mönchengladbach : Die Radstation soll Zugang zum Gleis bekommen

Wer wissen will, wie die Radstation am Gladbacher Hauptbahnhof aussehen wird, kann drei Kilometer weiter schon mal gucken gehen.

Denn in Gladbach wird nach dem Vorbild der sehr erfolgreichen Rheydter Station geplant: dieselben Architekten (Ledwig + Spinnen), dieselben Materialien (viel Glas nach vorne), derselbe Betreiber (die Diakonie mit einem weiteren Sozialprojekt), dieselben Angebote (Bewachung, Verleih, Reparaturen, Reinigung, Codierung), dieselben Gebühren für die Nutzer (70 Cent für einen Tag, 7 Euro für einen Monat, 70 Euro für ein Jahr) - so soll es auch in Mönchengladbach werden.

Und weil die Radstation nun ja nicht wie ursprünglich geplant vor, sondern nun hinter dem Bahnhof gebaut werden soll, könnte es auch einen direkten Zugang von der Einrichtung zum Gleis geben. Die Stadt hält das für eine wünschenswerte Option, bräuchte aber den Segen der Bahn dazu. Und was es bedeuten kann, diesen haben zu wollen, erfuhren die staunenden Mitglieder der Bezirksvertretung Nord am Mittwochabend von der Verwaltung.

Denn dass man knapp drei Jahre, nachdem der Rat den Bau der Radstation beschlossen hatte, noch immer nicht mit dem Bau begonnen hat, hängt nicht zuletzt von der internen Bahn-Bürokratie ab. Das ursprünglich vorgesehene Grundstück gehört nämlich der Bahn. Wer darauf etwas errichten will, braucht die Genehmigung des EisenbahnBundesamtes in Bonn.

Nun kann man aber als stinknormale Großstadt nicht einfach mal eben einen Antrag bei dieser Behörde einreichen. Das Eisenbahn-Bundesamt nimmt nur Anträge von Landesgliederungen der Eisenbahn entgegen. All das dauert. Erst recht, wenn dann noch Probleme mit dem Brandschutz dazukommen.

Darum vergingen fast drei Jahre, bis die Politiker wieder Offizielles zu ihrem Beschluss hörten. Zu lang, wie Michael Weigand (CDU) findet: "Dann hätte die Verwaltung wenigstens mal einen Zwischenbericht geben können", sagte er. Die CDU stimmte nur "mit Bauchschmerzen" zu, da sie den neuen Platz für nicht so geeignet hält wie den früher angedachten. Der hat auch Vorteile, wie Planer Jens Postelmann ausführte. Vor dem Bahnhof wäre es nötig gewesen, einen Großteil der Räder über eine Rampe mit 10 Prozent Gefälle nach oben zu schieben. Das wird nun nicht nötig sein.

(RP)