Mönchengladbach: Die liebsten Weihnachtslieder von Gladbacher Prominenten

Mönchengladbach : Die liebsten Weihnachtslieder von Gladbacher Prominenten

Manche Lieder, die Menschen zum ersten Mal in ihrer frühen Kindheit hören und/oder singen, bleiben nicht nur im Gedächtnis haften. Sie wecken bei Wiederbegegnung auch regelmäßig euphorische Gefühle. Dies gilt besonders für Weihnachtslieder, die bei Kindern meist in einem Erinnerungsrahmen abrufbar bleiben, der mit positiven Empfindungen - friedliches Familienfest, Freude über Geschenke unter Christbaum - verbunden ist. "Welches ist Ihr liebstes Weihnachtslied?" haben wir prominente Mönchengladbacher gefragt:

Generalintendant Michael Grosse, der 1961 in Ost-Berlin geboren ist, sagt: "Ende der 70er gab es in der DDR die erste Schallplatte mit Aufnahmen von Placido Domingo. In seiner Interpretation entdeckte ich dort ,Adeste fideles" für mich und war und bin nach wie vor von beidem - Lied und Interpret - immer wieder fasziniert", sagt der Theaterchef. Das vom Engländer John Frances Wade um 1743 komponierte lateinische Lied wird meistens auf Deutsch gesungen - je nachdem als "Nun freut euch, ihr Christen, singet Jubellieder" oder als "Herbei, o ihr Gläubigen, fröhlich triumphieret".

Ein anderes Lieblingslied zur Weihnachtszeit nennt der Direktor des Museums Schloss Rheydt: Dr. Karlheinz Wiegmann kam eher über das Moment der Verwunderung zu seinem Favoriten: "Als Kind wunderte ich mich zunächst, was ein entsprungenes Pferd in einem Weihnachtslied zu suchen hatte", sagt Wiegmann. Klar, gemeint ist die erste Zeile des berühmten Weihnachtsliedes "Es ist ein Ros' entsprungen". Für ein Kind ist die Bedeutung des Kürzelworts "Ros" naturgemäß nicht so leicht zu erschließen. Wiegmann fährt fort: "Doch dann hat mich der tief symbolische und poetische Charakter des Liedes immer fasziniert."

Intendant Michael Grosse hört und singt am liebsten das Weihnachtslied "Adeste fideles". Foto: Stutte
Dr. Karlheinz Wiegmann mag besonders das Lied "Es ist ein Ros' entsprungen". Foto: Reichartz

Das Lied "Engel auf den Feldern singen" ist der Favorit von Susanne Titz, Direktorin des Museums Abteiberg: "Der traumhafte Refrain ,Gloria in excelsis Deo' ist mein Lieblingslied seit Kindertagen." Beim Hören erlebe sie "himmlische Schauer", sei zu Tränen gerührt, das Lied sei "unfassbar schön". Allerdings sei es auch viel zu kurz: "Ich war immer traurig, wenn das Lied zu Ende ging. So ist es bis heute."

(RP)
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