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Mönchengladbach: Die besonders luftige Art der Entspannung

Mönchengladbach : Die besonders luftige Art der Entspannung

Eine außergewöhnliche Form des Yoga beherrscht und unterrichtet die Heilpraktikerin Stephanie Braß. Wir haben sie in ihrem Studio besucht und Übungen in Aerial-Yoga praktiziert. Ein aufgehängtes Tuch bietet dem Körper dabei Halt.

Alles, was man loslässt oder beim Entspannen frei gibt, fällt Richtung Boden: der Schwerkraft sei Dank. So fällt mein Bein ganz automatisch herunter, als ich es aus der Schlinge nehme. Es dehnt dadurch die Muskeln, die durch langes Sitzen oft verkürzt sind. Nur durch Muskelkraft kann ich die Dehnung wieder aufheben.

Aerial-Yoga (Luftyoga) ist ein neuer Trend aus den USA, bei dem yogische Übungen in einem Tuch hängend ausgeführt werden. Im Schnupperkurs lassen sich drei weitere Damen ähnlichen Alters auf das Abenteuer "An- und Entspannung mit Tuch" ein. Die Yoga-Expertin Stephanie Braß hat die Spezialausbildung zur Aerialyoga-Lehrerin in Hamburg absolviert. "Ich habe es einmal gesehen und musste diese Weiterbildung machen, weil ich es so toll fand", erzählt sie.

Für Braß erfüllt das Aerial-Yoga auch therapeutische Zwecke. Viele Übungen kann sie in ihrer Schmerztherapie-Praxis bei ihren Patienten anwenden. "Aerial-Yoga hat den Vorzug, dass das Körpergewicht an das Tuch abgegeben wird und das Eigengewicht den Körper nicht belastet. Die Yoga-Variante Ananda (Wonne/Freude) konzentriert sich auf Geschmeidigkeit und Beweglichkeit der Muskeln, die Übungen sind nicht so kraftvoll wie beim Power-Yoga", erklärt Stephanie - beim Yoga duzt man sich üblicherweise. Der spielerische Umgang mit der Schwerkraft trainiere trotzdem alle Muskelgruppen, dazu Kraft und Ausdauer.

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Bei diesem Schnupperkurs möchte Stephanie Braß uns die drei Grundstellungen näher bringen. "Haltet das Tuch hüftbreit vor Euren Körper. Es sollte nun knapp unter der Hüfte liegen." Die exakte Position sei wichtig, damit man bei den Übungen nicht aus dem Tuch rutscht oder zu tief über dem Boden hängt. Für den Hip Hang (Hüfthang) beugen sich auch Petra, Ute und Barbara über das Tuch, gestreckter Rücken, Arme nach vorn ausgestreckt. Das klingt ziemlich einfach - ist es letztlich auch. Doch die (Neben-)Wirkung stellt sich sofort ein: ein kräftiges Ziehen im Rücken, im Schultergürtel und in den Armen. "Spürt die Dehnung, gleichmäßig ein- und ausatmen und halten."

Die nächste Grundhaltung funktioniert kopfüber. Für den Back Straddle setzen wir uns zunächst in das Tuch. Sich nach hinten fallen zu lassen, kostet ein wenig Überwindung, denn nach hinten heißt nach unten - kopfüber. "Die Beine grätschen, dann hält euch das Tuch fest", beruhigt uns Stephanie. Wer sich traut, fängt an zu schwingen, und Erinnerungen an Kindertage auf dem Spielplatz werden wach. Barbara muss bei den Überkopf-Übungen pausieren, da diese Stellung bei Kopfschmerzen nicht geeignet ist. Ute und Petra genießen das Aushängen ebenso wie ich. Für die Taube lasse ich ein Bein aus der Schlinge los, es fällt wie von alleine dem Boden entgegen und dehnt das Becken - sehr angenehm. Für die Entspannung hüllen wir uns liegend komplett in das Tuch - schöner als in einer Hängematte entspannt sich Muskel für Muskel.

Kontakt: Stephanie Braß, Adenauerplatz 5, Telefon: 02161 948 54 54 (AB), Mail: stephaniebrass@web.de. Terminvereinbarungen zu Schnupperkursen von Aerial-Yoga telefonisch

(apo)