Woof : Der milde Westen

Wo das größte Schwein der Stadt grunzt und Autos schon mal in Klopapier gewickelt werden - da ist Woof. Die Honschaft im Rheindahlener Land ist das erste von mehr als 100 Mini-Dörfern Mönchengladbachs, die wir in einer neuen Serie jeden Samstag vorstellen.

Das Glück wartet mitten Woof. Am Zigarettenautomaten, der an der Kreuzung der Straßen Woof 1-107 und Woof 25 bis 85 an einer Häuserwand hängt. Allerdings heißt das Gerät hier "Überraschomat". So steht's jedenfalls auf einem knallbunten Aufkleber, der die Frontseite des Automaten überzieht.

"Überraschomat" — das ist einer dieser verrückten Wörter, die sich Werbefuzzis aus den schicken Agenturen in Düsseldorf oder Hamburg ausdenken. Und weil auch die Raucher unter den gut 200 Einwohnern von Woof mit Zigaretten versorgt werden sollen, ist das Wort bis in den äußersten Westen des Rheindahlener Landes gekommen. Wenn man einen "individuellen Glückscode" vom Automaten abschreibt und auf einer Internetseite eintippt, kann man etwas gewinnen. Ein Auto oder auch einen Urlaub. Vielleicht sogar eine Fernreise in dem Jumbo, der auf dem "Überraschomat" abgebildet ist?

Fortziehen? Niemals!

"Sie war schnell wieder hier"

Geschichten dieser Art kann Küppers viele erzählen. Überzeugend klingt nach einigem Zuhören auch die von der jungen Frau, die es von Woof in so eine Werbefuzzi-Stadt zog. "Die ist für ein paar Monate nach Düsseldorf gezogen", sagt Irmgard Küppers, "aber sie war schnell wieder hier.

(RP)