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Demo in Mönchengladbach: Aktion Autofasten gestartet

Demo in Mönchengladbach : Aktion Autofasten für den Klimaschutz

Am Sonnenhausplatz startete am Samstagvormittag das Autofasten. Durch die Aktion soll für mehr Klimaschutz und einen bewussteren Umgang mit Mobilität geworben werden.

Insgesamt 60 Menschen kamen am Samstagvormittag am Sonnenhausplatz in der Mönchengladbacher Innenstadt zusammen, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Gemeinsam fuhren sie mit dem Fahrrad in Richtung Marktplatz Rheydt und von dort aus zur Kirche St. Josef Hermges. Einige Teilnehmer gingen zu Fuß, für sie ging es vom Sonnenhausplatz direkt zu der Kirche, wo um 12.30 Uhr eine circa 20-minütige Abschlusskundgebung gehalten wurde. Anlass war die Aktion „Autofasten“ des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Aachen. Sie war nicht nur an Gläubige gerichtet, sondern an alle, die sich für den Klimaschutz und nachhaltige Mobilität einsetzen möchten.

„Dafür gibt es im Christentum eine gute Methode“, sagte Hans-Peter Katz, Mitglied des Diözesanrates. „Das Fasten ist jedem ein Begriff. Ziel ist es zu merken, ob man wirklich maßvoll lebt und sein eigenes Konsumverhalten besser kennenzulernen.“ Genau darum soll es auch beim Autofasten gehen.

Das Autofasten ist eine Mitmachaktion des Bistums Aachen, die es bereits seit 1999 gibt. Auch in Mönchengladbach wird sie seit mehreren Jahren veranstaltet, seit fünf Jahren regelmäßig. Katz ist stolz auf die vielen Mitmachaktionen, die zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz geboten werden, wie beispielsweise die Stempelaktion an Schulen aus dem vergangenen Jahr. Dort sammelten Schüler Stempel, wenn sie zu Fuß statt mit dem Auto zur Schule kamen. „Es wurde etwas für die Umwelt getan, die Schüler lernten und freuten sich, wenn sie einen neuen Eintrag in ihr Heft bekamen. Beim Thema Klimaschutz kann man mit der Aufklärungsarbeit gar nicht früh genug anfangen“, sagte Katz.

  • Autos sollen am Samstag stehen bleiben.
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Insgesamt 60 Menschen beteiligten sich beim Autofasten am Samstagvormittag. Da die Aktion des Bistums nicht ausschließlich für Gläubige, sondern an alle Bürger, die sich für nachhaltige Mobilität einsetzen möchten, gedacht war, kam auch nur ein kleiner Teil der Autofasten-Teilnehmern mit zur Abschlusskundgebung in der Kirche St. Josef Hermges. „Mit der Veranstaltung möchten wir jeden dazu bewegen, sich Gedanken über den eigenen Gebrauch mit dem Auto zu machen und über Alternativen nachzudenken. Genau wie beim religiösen Fasten ist es individuell, die Veränderung fängt in jedem selbst an“, sagte Hans-Peter Katz.

Er betonte, dass Politik und Gesellschaft gerade beim Thema Klimaschutz zusammenarbeiten müssten. „Unsere Gesellschaft wandelt sich und genau das tut die Umwelt auch. Die Erde, wie wir sie kennen, ist so wohl nicht mehr zu retten, auch wenn schon Veränderungen da sind. Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Teil aber doch noch gerettet werden kann – und das muss schleunigst getan werden. Deshalb ist das Autofasten wichtig. Für jeden Einzelnen und um zu informieren.“