1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Das wird sich im Tiergarten verändern

Mönchengladbach : Das wird sich im Tiergarten verändern

Ein Nerz zieht ein, das Bärengehege soll umgebaut werden, und das Kassenhäuschen wird bald verschwinden. Im Tiergarten in Mönchengladbach-Odenkirchen tut sich was.

Das neue Säugetiergutachten scheint sich auf den ersten Blick nicht auf den Tiergarten in Odenkirchen anwenden zu lassen. Da geht es um Gehegegrößen beispielsweise für Elefanten, Eisbären und Schimpansen. Diese Tierarten gibt es am Pixbusch nicht. Dennoch: "In dem Gutachten werden Empfehlungen ausgesprochen, die für alle Tiere gelten", sagt Dr. Katrin Ernst. Die Biologin leitet als Nachfolgerin von Norbert Oellers seit dem 1. Januar den Tierpark. Und obwohl das Gutachten kein Gesetz, sondern eine Empfehlung sei, richten sich die Zoo-Leiter danach. "Wobei die Entscheidung über die tatsächliche Tierhaltung dem Veterinäramt und der Unteren Landschaftsbehörde obliegt."

In Abstimmung mit diesen Ämtern wird die Tiergarten-Chefin den einen oder anderen Käfig vergrößern und verändern. "So benötigen die Seehunde auf Dauer ein größeres Becken, und die Javaner-Affen sitzen auch zu beengt", sagt Katrin Ernst. Und ein echt "dicker Brocken" steht bevor - die Umgestaltung des alten Bärengeheges. Vor genau einem Jahr sind die Bärendamen Mary, Clara und Sonja nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen, seitdem steht das riesige betonierte Gehege leer. "Wir haben verschiedene Ideen, die wir prüfen", sagt Katrin Ernst. Verraten will sie aber vorläufig noch nichts, "das ist zu heikel. Hierbei handelt es sich um eine umfangreiche Maßnahme. die wir auf keinen Fall alleine stemmen können." Auch sei vorab zu klären, ob und wie die "große Baustelle" finanziert werden kann.

  • Tiergarten Mönchengladbach : Kakadu-Pärchen wieder vereint
  • Mönchengladbach : Die ersten Frühlingsgefühle im Tierpark
  • Mönchengladbach : Babyboom im Tierpark

Eine andere Veränderung steht schon kurz zuvor. Das Gehege, in dem bisher die Nutrias untergebracht waren, wird derzeit umgestaltet. Auf einem Schild können die Besucher lesen: "Nach Umgestaltung wird das Gehege neu besetzt." Der Bachlauf wird mit einer Strömung in Bewegung gebracht, es wird Rasen eingesät und das Gehege mit einer Glasscheibe abgetrennt. Ein Nerz wird in das neue Zuhause einziehen.

Ganz in der Nähe ist das Wildschweingehege. Drei erwachsene Tiere leben hier, sieben Frischlinge sind kürzlich hinzugekommen. "Das Gehege ist zu klein, das werden wir erweitern", sagt Katrin Ernst. Das sei aber nicht dem Säugetiergutachten geschuldet, "das hätten wir sowieso in Angriff genommen". Das erweiterte Gehege wird ausreichend Wassersulen für die Tiere haben. "Das brauchen die Wildschweine", sagt die Tierpark-Leiterin. Wenngleich sich manche Besucher schon mal über den "fiesen Gestank" aufregen und Mitleid mit den Tieren hätten. "Kein Zoo kann Wildschweine so präsentieren, dass es allen gefällt." Sie handle aber grundsätzlich mit dem Ziel, alles immer noch besser zu machen. "Wir sind selber begeistert, wenn wir die Tiere gut zeigen können."

Eine für die Besucher deutlich sichtbare, große Veränderung für die Zukunft ist gerade in Arbeit. Das "Hexenhäuschen" direkt neben dem Eingang zum Tiergarten konnte, nachdem die ehemaligen Mieter ausgezogen waren, von der Leitung des Tiergartens langfristig angemietet werden.

Es wird derzeit umgebaut. Die Verwaltung des Tiergartens wird dort einziehen, und auch die Kasse wird im Erdgeschoss des Hauses untergebracht. "Wir bauen da keinen Luxus für uns", sagt Katrin Ernst. Aber der Abriss des alten Kassen- und Bürogebäudes sei lange überfällig. "So haben wir eine gute Lösung gefunden."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Mönchengladbach: Das sind die jungen Stars im Tierpark

(RP)