Mönchengladbach: Das Tischtennisturnier, das die Weihnachtsferien einläutet

Mönchengladbach: Das Tischtennisturnier, das die Weihnachtsferien einläutet

Das 24. Tischtennisturnier der Gladbacher Schulen in der Sporthalle des Math.-Nat.-Gymnasiums endete mit einer Überraschung. Nicht der Dauersieger Math.-Nat. nutzte den Heimvorteil, sondern das Gymnasium an der Gartenstraße holte den prestigeträchtigen Mixed-Team-Wanderpokal - vor dem sieggewohnten Titelverteidiger sowie der Gemeinschaftshauptschule Heinrich-Lersch und der Gesamtschule Hardt gemeinsam auf den Plätzen zwei und drei.

"Hierfür sind Teilnehmerzahl und Platzierungspunkte ausschlaggebend", sagte Marcel Thomas, Fachbereich Schule und Sport Abteilung Sport. "An den Platten stehen Spieler, die entweder in einem Verein sind, in einer Tischtennis-AG - oder auch nichts von beidem machen." Die Bällchen zischten über die Netze der Tischtennisplatten, sie klackten beim Aufprall auf die Schläger. Jungen und Mädchen waren mit Begeisterung bei der Sache.

Traditionsgemäß findet das Turnier vor den Weihnachtsferien statt. 15 Schulen aller Formen nahmen teil, rund 100 Mannschaften und 200 Kinder der Jahrgänge 1998 bis 2008. In je vier Wettkampfklassen wurden die Sieger bei Jungen und Mädchen ausgespielt. "Das erste Mal war die Gesamtschule Stadtmitte dabei, Förderschule Süd mit Inklusion setzte ihre Teilnahme fort", sagte Raimund Pispers, der das Turnier einst mit ins Leben rief. Heute stehen ein Stab eingespielter Lehrer, das Schulamt und die Volksbank als Hauptsponsor dahinter. Pispers erzählte schmunzelnd über das Turnier: "Das hat Bundesliga-Niveau. Ab den Halbfinals spielen wir mit den Plastikbällen, wie sie auch in den hohen Tischtennisligen genommen werden, statt der Zelluloidbälle in den Vorrunden."

Der 17-jährige Benjamin Brozi (Q2 12. Klasse Math.-Nat.) war zum zweiten Mal dabei. "Ich bin gleich im Viertelfinale ausgeschieden, habe ein Spiel gewonnen, eins verloren. Ich hatte einfach nur Pech. Zu viele meiner Bälle kamen an die Tisch- und Schlägerkante", erklärte Brozi, der seit drei Jahren im Verein Tischtennis spielt und über seinen Freundeskreis dazustieß.

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Das Tischtennisturnier findet seit 24 Jahren regelmäßig statt. "Um so eine Tradition zu gewährleisten, war auch die Bereitschaft vonnöten, Änderungen vorzunehmen. So wurde aus einer Zwei- eine Ein-Tages-Veranstaltung. Und zum anderen hielten wir nicht mehr an einer Frauenquote fest, sondern sie entwickelte sich von selber", berichtete Pispers.

Isabell Finken (12) und Helene Stoffelsma (13), beide aus der Klasse 8c an der Gartenstraße, waren froh: "Wir sind Dritter geworden. Wir hatten zwei Spiele. Eigentlich sollten es drei sein, aber da ist der Gegner nicht erschienen. Mit Tischtennis haben wir sonst nichts am Hut. Wir spielten 'Just for fun' mit und waren sehr überrascht, dass wir es so weit geschafft hatten." Zusätzlich wurde unter allen am Halbfinale beteiligten Schulen, die mindestens eine Mädchenmannschaft dabeihatten, als Sonderpreis eine Tischtennisplatte verlost: Der Gewinner war das Math.-Nat. Gymnasium.

(off)