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Mönchengladbach: Das TiN sagte Bye Bye

Mönchengladbach : Das TiN sagte Bye Bye

Das Ausweichquartier im Nordpark hat ausgedient. Nach zwei Jahren zieht die Theaterfamilie zurück in das angestammte Haus an der Odenkirchener Straße. Am Wochenende wurde Abschied vom TiN gefeiert.

Der letzte Vorhang im Theater im Nordpark (TiN) ist gefallen. Nach zweijähriger Spielzeit in der umgerüsteten Bundeswehrhalle haben sich Ensemble und Leitung mit einer Feier im Foyer verabschiedet. Zuvor durften die Besucher in der komischen Oper "Viva la Mamma! Oder die Sitten und Unsitten des Theaters" (Gaetano Donizetti) einen letzten Blick hinter die Kulissen des Theaterbetriebs werfen.

"Caterer" Thomas Bähren läutete hernach die Abschluss-Party ein. Zwei Jahre haben er und sein Team die Künstler und Mitarbeiter des Theaters verköstigt. "Es ist eine kleine Familie gewachsen", sagte er, während hinter ihm auf der Leinwand Bilder aus den Produktionen der letzten Spielzeit rotierten.

Neues, eigenes Stück?

Ein wenig befremdlich wirkte die karge Verabschiedung allerdings schon — wusste doch niemand so recht, was für den Abend eigentlich geplant war. Auf offizielle Worte warteten viele Besucher vergeblich. Da half auch nicht das Angebot der Theaterleitung, eine Stunde lang auf Kosten des Hauses trinken zu dürfen. "Passiert hier noch was?", fragte ein Besucher verdutzt in die Runde. "Ich denke, das ist ein neues, eigenes Stück", mutmaßte eine Dame. Wer wollte, konnte dafür mit den Theaterleuten gleich persönlich ins Gespräch kommen.

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Mit Generalintendant Michael Grosse etwa, oder mit Generalmusikdirektor Graham Jackson. "Wir sind alle froh, dass uns so die Treue gehalten wurde", blickte Grosse zurück auf zwei Jahre TiN und gestand ein: "Es war unheimlich anstrengend, weil man immer umdenken musste."

Aufgrund der "problematischen Akustik" habe man zum Beispiel auf Mozart verzichten müssen, was wiederum auch das Krefelder Programm durcheinander gebracht habe. Für ihn besteht kein Zweifel: "Ein richtiges, funktionierendes Theater ist durch nichts zu ersetzen."

Generalmusikdirektor Graham Jackson wendete es positiv: "Die Herausforderung tat gut. Routine ist das Schlimmste im Theater." Der 44-Jährige, der 2012 vom estnischen Dirigenten Mihkel Kütson abgelöst wird, setzte hinzu: "Wir haben sehr gut mit der Tontechnik zusammengearbeitet. Nach einem halben Jahr hatten wir ein gutes Niveau erreicht."

Die Besucher sehnen derweil die Wiedereröffnung des Rheydter Theaters im Oktober herbei: "Wir verabschieden uns furchtbar gerne aus dem TiN. Zwei Jahre auf diesen Stühlen waren lang genug", sagte eine Theatergängerin. Kulturdezernent Dr. Gert Fischer zeigte sich erfreut: "Das Theater ist durch eine ganz schwere Zeit gegangen und kann jetzt voll durchstarten."

(RP)