Mönchengladbach: Das Personalpuzzle von CDU und SPD

Mönchengladbach : Das Personalpuzzle von CDU und SPD

Auf der letzten Seite der Kooperations-Vereinbarung stehen die Personalentscheidungen. Namen fehlen jedoch. Fakt ist: CDU und SPD bekommen je zwei Bezirksvorsteher, die CDU stellt außerdem einen dritten Bürgermeister.

Auf der letzten, der 14. Seite ihrer Kooperations-Vereinbarung steht das, was im Allgemeinen mit "Namen und Nachrichten" überschrieben wird. Und was im Prinzip immer besonders spannend ist, aber auch oft kritisch hinterfragt wird: Nämlich welche Politiker welche Posten bekleiden sollen. Namen sind hier nicht hinterlegt, wohl aber die Vorschlagsrechte, die beide Partner vereinbart haben.

Das bedeutet konkret: Die Vorsteher-Posten in den vier Bezirken teilen sie gleichmäßig auf. Auf die Christdemokraten entfallen Nord und West, auf die SPD Süd und Ost. Im Gegensatz zur vergangenen Wahlperiode gibt es zwei Verschiebungen: Die Bezirke Nord und Süd bekommen neue Bezirksvorsteher. Im Westen (Arno Oellers, CDU) und im Osten (Hermann-Josef Krichel-Mäurer, SPD) wird es vermutlich bei den bisherigen Vorstehern bleiben, da beide erkennen ließen, dass sie dieses Amt wieder anstreben. Sie sind nicht im Rat vertreten.

Wer von der CDU den Nord-Bezirk übernimmt, ist noch nicht ganz klar. Auf der Liste für die Vertretung der Stadtbezirke bei der Kommunalwahl stand Herbert Pauls an erster Stelle. Er hat auch ein Ratsmandat. Im Süden führte bei der SPD Barbara Gersmann die Liste an, die selbst nicht im Rat sitzt. Die SPD-Ratsfraktion will es der Rheydter SPD überlassen, wen sie für den Bezirksvorsteher-Posten aussucht. Dies könnte auch die ehemalige Bundestagsabgeordnete Hildegard Wester, Hans-Henning Haupts oder Monika Schuster sein. Horst Schnitzler, auf der Liste an Platz zwei gesetzt, werden keine Ambitionen auf das Amt nachgesagt.

Neu ist auch der dritte ehrenamtliche Bürgermeister (bisher zwei). "Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners sieht sich in erster Linie als Hauptverwaltungsbeamter, der nicht vorrangig repräsentieren wird. Dann ist diese Lösung die logische Konsequenz", sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Peter Schlegelmilch. Zwei Bürgermeister stellt die CDU, einer soll Michael Schroeren werden. Für Ulrich Elsen (SPD) bleibt die zweite Bürgermeister-Stelle. Wer von der CDU die dritte Position übernimmt, entscheidet sich aber erst heute Abend. Bei den Dezernenten gibt es eine interessante Veränderung: Die SPD hat das Zugriffsrecht auf das Sozialdezernat und kann den Bewerber benennen, den die CDU dann auch mit wählt.

Der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings war am Wochenende bei den Verhandlungen dabei. Er war angetan von der Arbeitsweise und der Atmosphäre. "Die Partner gaben ein geschlossenes Bild ab. Beide haben sich gut vorbereitet und intensiv gearbeitet. Die Vereinbarung ist gut, auch wenn sie keine Blaupause für sechs Jahre Kommunalpolitik ist."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Welche Politiker bekommen welche Posten?

(RP)
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