Interview: Michael Hilgers: Das hat keine zweite deutsche Stadt

Interview: Michael Hilgers : Das hat keine zweite deutsche Stadt

Der Hockeypark-Geschäftsführer spricht über die Parallelen zu Borussia, Flächen für Camper und die Arbeit, die jetzt vor ihm liegt,

Sind Sie enttäuscht oder froh?

Michael Hilgers Ich bin beides. Ich hätte wirklich gerne "Rock am Ring" in Mönchengladbach gehabt. Wenn man sich ansieht, woran es gescheitert ist, ist das schon bitter. Aber was Lucien Favre über Borussia sagt, gilt auch hier: Wir müssen sehen, wo wir herkommen. Vor sechs Jahren gab es in Mönchengladbach im Prinzip keine Konzerte vor mehr als 1000 Zuschauern. Vor sechs Monaten hat niemand an ein Festival gedacht. Und jetzt sind wir im ersten Moment enttäuscht, dass wir nicht das größte deutsche Festival veranstalten dürfen. Ich weiß ehrlich gesagt keine zweite Stadt in Deutschland, in der es diese Bandbreite an Konzerten gibt, wie wir sie jetzt in Mönchengladbach haben. Klar, andere haben große Hallen mit mehr Weltstars als wir. Aber Köln oder Düsseldorf haben kein Festival. Die sind eher auf dem Land. Wir haben jetzt beides. Das macht mich schon stolz.

Sie haben viel mit den Landwirten über Flächen für Camper verhandelt. Gehen diese Verhandlungen jetzt weiter - oder reicht bei dem kleineren Festival die Fläche im JHQ?

Hilgers Ich habe gestern die Verhandlungen weitergeführt. Dass das Festival im August und nicht im Juni ist, macht für die Landwirte manches einfacher. Wir brauchen nicht so viele Flächen, wie wir sie für "Rock am Ring" gebraucht hätten. Wir werden aber nicht alle Camper im JHQ unterbekommen. Dafür ist das Festival viel zu lukrativ.

Machen Sie sich mit einem Festival nicht selbst Konkurrenz?

Hilgers Wir werden die Bands, die im Hockeypark und im JHQ auftreten werden, aufeinander abstimmen. Mit dieser Arbeit beginnen wir kommende Woche.

RALF JÜNGERMANN FÜHRTE DIE BEIDEN INTERVIEWS.

(RP)
Mehr von RP ONLINE