Mönchengladbach: Das Brustzentrum informiert beim Patientinnenkongress

Mönchengladbach : Das Brustzentrum informiert beim Patientinnenkongress

Diagnose Brustkrebs - bei Betroffenen löst diese Nachricht nicht nur Angst aus, sondern wirft gleichzeitig auch Fragen auf.

Deshalb veranstaltet das Brustzentrum Niederrhein einen Patientinnenkongress, bei dem betroffene Frauen qualifizierte Antworten auf ihre Fragen vor und nach der Operation bekommen sollen. In Vorträgen stellen Experten aktuelle Forschungsergebnisse vor, erläutern Hintergründe und erklären Therapien. "Die Behandlungsstrategie hat sich bei Brustkrebs in den letzten Jahren grundlegend gewandelt", so Dr. Oleg Gluz vom Brustkrebszentrum, einer der Referenten. "Bekamen beispielsweise noch vor einigen Jahren zwei Drittel der Frauen mit hormonempfindlichem Brustkrebs eine Chemotherapie nach der Operation, sinkt dieser Anteil inzwischen deutlich", so Gluz weiter. Auch der Einsatz von Antikörper-Kombinationen gegen einen Rezeptor auf der Oberfläche der Krebszellen gilt als bahnbrechende Weiterentwicklung. Diese Therapie macht nicht nur eine Prognoseverbesserung möglich, sondern kann auch einen Teil der toxischen Chemotherapie unnötig machen.

In groß angelegten Studien hat das Brustzentrum untersucht, wie eine optimale Behandlung von hormonempfindlichem Brustkrebs aussehen kann. Laut der Studie könnte bei bis zu zwei Drittel der Behandlungen auf eine Chemotherapie verzichtet werden. Erkenntnisse darüber sowie weitere Entwicklungen sollen auf dem Patientinnenkongress vorgestellt werden. Der 7. Patientinnenkongress des Brustzentrums Niederrhein findet am 21. Oktober von 14 bis 18.30 Uhr in der Cafeteria des Krankenhaus Bethesda statt. Die Teilnahme - auch für Patientinnen, die nicht am Brustzentrum behandelt werden - ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich unter Telefon: 02161 9812330.

(RP)
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