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Coronavirus in Mönchengladbach: Derzeit noch keine Absage von Schützenfesten

Bezirk Mönchengladbach und Korschenbroich : Derzeit noch keine Absage von Schützenfesten wegen des Coronavirus

Eine Falschmeldung aus dem Kreis Viersen sorgt für Aufregung bei Schützen und Schaustellern in der Region. Darin heißt es, der Kreis Viersen habe bereits jetzt alle Schützenfeste für das Jahr 2020 untersagt.

Richtig ist, dass derzeit größere Veranstaltungen nicht genehmigt werden können.

In Mönchengladbach hat Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners zuletzt zugesagt, dass die städtischen Ordnungsbehörden Veranstalter beratend zur Seite stehen. Dabei wird unter anderem auf die Checkliste für Veranstaltungen verwiesen, die die Stadt auf ihrer Homepage veröffentlicht hat.

Für den Bezirksverband der 38 Bruderschaften in Mönchengladbach und Korschenbroich hat Bezirksbundesmeister Horst Thoren am Wochenende klargestellt, dass Vorsorge zum Schutz der Menschen Vorrang hat vor dem Wunsch nach Festfreude. Die Schützen würden in Abstimmung mit den Behörden verantwortungsvoll entscheiden. Zumindest bis zum Ende der Osterferien am 19. April werde es wohl keine Veranstaltungen geben. Deshalb hat der Bruderrat auch die für die Nacht zum Passionssonntag angekündigte Nachtwallfahrt zum Marienheiligtum in Hehn mit erwarteten 600 Pilgern in den Oktober verschoben.

Bezüglich der Schützenfeste empfiehlt der Bezirksbundesmeister, die weitere Entwicklung abzuwarten: „Da wir hoffen, dass sich die Corona-Krise eindämmen lässt, sollten nicht voreilig jetzt schon Schützenfeste abgesagt werden. Eine Entscheidung steht im Einzelfall jeweils vier Wochen vor dem Termin an.“ In jedem Fall aber trage ein Veranstalter – auch von kleineren Zusammenkünften – eine besondere Verantwortung. Deshalb sollte umsichtig geprüft werden, ob eine Zusammenkunft ratsam ist bzw. welche Maßnahmen bei Durchführung die Ansteckungsgefahr vermindern können.

Die Bruderschaften sind aufgefordert, sich in Zeiten der Krise auf ihre schützende Aufgabe zu besinnen. Dazu Thoren: „Unsere besondere Fürsorge gebührt in dieser Zeit alten und kranken Menschen, die im Zweifel auf unsere Unterstützung und Wegbegleitung angewiesen sind. Wo immer möglich sollten wir kleine und größere Dienste übernehmen und damit den Grundsatz des ‚Bruder sein ist mehr’ vorleben.“

(RP)