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Corona Mönchengladbach: Ausgangssperre ab Samstag - Diese Regeln gelten für Spazieren gehen, Bußgeld & Co.

Ausgangsbeschränkungen in Mönchengladbach : Diese Regeln gelten ab Samstag in Gladbach

Ab Samstag gilt in Mönchengladbach die bundesweit einheitliche Notbremse nach dem Infektionsschutzgesetz. Die Stadt hat dazu am Freitag eine Bekanntmachung veröffentlicht. Diese Regeln gelten jetzt.

Seit dem 11. April liegt die Inzidenz in Mönchengladbach deutlich über der 100er-Marke. Deshalb gelten in Mönchengladbach nun auch die Regeln der bundesweiten Notbremse. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Kostenpflichtiger Inhalt Oberbürgermeister Felix Heinrichs sagte, man müsse die Ausgangsbeschränkungen als Warnsignal verstehen und kündigte an: „Wir werden gemeinsam mit Polizei und Ordnungsdienst dafür sorgen, dass diese Regeln umgesetzt und eingehalten werden.“ Das müssen die Gladbacher Bürger ab Samstag beachten:

Ausgangsbeschränkungen: Im Zeitraum zwischen 22 Uhr und 5 Uhr soll nur derjenige das Haus verlassen, der einen guten Grund hat – also etwa zur Arbeit geht, medizinische Hilfe braucht oder den Hund ausführen muss. Das Gesetz sieht Ausnahmen von der Ausgangsbeschränkung vor bei Notfällen, für Berufstätige, zur Wahrnehmung des Sorge- oder Umgangsrechts,  zur Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen oder Minderjähriger, für die Begleitung Sterbender oder der Versorgung von Tieren – also etwa das Gassigehen mit dem Hund. Joggen und Spaziergänge alleine bleiben dann bis Mitternacht erlaubt.

Kontaktbeschränkungen für private Treffen drinnen und draußen: Treffen eines Haustandes mit einer weiteren Person sind auch bei einer Inzidenz über 100 weiterhin möglich - Treffen mit mehr Menschen dagegen nicht. Das gilt erstmals auch für Treffen in privaten Räumen. Eine Ausnahme gibt es etwa bei Beerdigungen und Trauerfeiern, bei denen bis zu 30 Personen  erlaubt sind.

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Öffnungen von Geschäften: Bei einer Inzidenz unter 150 wird es zudem bei allen weiteren Geschäften möglich sein, mit Termin und mit einem aktuellen negativen Testergebnis einzukaufen. Ab einer Inzidenz von 150 geht aber auch das nicht mehr. Dann können nur noch bestellte Waren abgeholt werden. Im Dienstleistungsbereich bleibt nach Angaben der Stadt alles, was nicht ausdrücklich untersagt wird, offen, also beispielsweise Fahrrad- und Autowerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen und ähnliches. Wettannahmestellen, die bisher in Mönchengladbach geöffnet waren, müssen schließen. Geöffnet bleiben aber in jedem Fall der Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel. In allen Fällen bleiben natürlich die Beachtung entsprechender Hygienekonzepte und die Maskenpflicht Voraussetzung. 

Körpernahe Dienstleistungen: Sie sollen nur in Ausnahmen zu medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken in Anspruch genommen werden (Beispiel: häusliche Altenpflege, Physiotherapie, medizinisch erforderliche Dienstleistungen). Ausnahme: der Friseurbesuch und Fußpflege, allerdings nur, wenn die Kunden einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorlegen können – und natürlich nur mit Maske. Andere körpernahe Dienstleistungen sollen nicht mehr möglich sein.

Eingeschränkte Freizeit- und Sportmöglichkeiten: Gastronomie und Hotellerie, Freizeit- und Kultureinrichtungen (Museum Schloss Rheydt und Museum Abteiberg) sollen bei einer Inzidenz über 100 schließen. Ausnahmen: Außenbereiche von zoologischen und botanischen Gärten. Sie können mit aktuellem negativen Test besucht werden. So muss auch der Tiergarten in Mönchengladbach ein Hygienekonzept erstellen und darf Besucher nur mit negativem Schnelltest zulassen. Berufssportler sowie Leistungssportler der Bundes- und Landeskader können weiterhin trainieren und auch Wettkämpfe austragen – wie gehabt ohne Zuschauer und unter Beachtung von Schutz- und Hygienekonzepten. Für alle anderen gilt (auch für den Vereinssport): Sport ja, aber alleine, zu zweit oder nur mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes. Ausnahme: Kinder bis 14 Jahre können draußen in einer Gruppe mit bis zu fünf anderen Kindern kontaktfrei Sport machen.  Folgende städtische Außensportanlagen sind aufgrund zahlreicher Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung geschlossen: Kleinspielfeld Mathildenstraße, Außensportanlage Radrennbahn, Basketballfeld und Kleinspielfeld  Grenzlandstadion.

Schulen und Kitas: Beim Unterricht ändert sich erstmal nichts, so lange die Inzidenz nicht über 165 steigt. Dann soll der Präsenzunterricht in Schulen und die Regelbetreuung in Kitas untersagt werden. Mögliche Ausnahmen: Abschlussklassen und Förderschulen.

  

Home Office: Die Verpflichtung, Home Office anzubieten, wenn dies betrieblich möglich ist, ist bereits jetzt schon Bestandteil der Corona-Arbeitsschutzverordnung. Mit der Aufnahme in das Infektionsschutzgesetz wird die Home-Office-Pflicht verstärkt. Beschäftigte haben jetzt auch die Pflicht, Home-Office-Angebote wahrzunehmen, wenn es privat möglich ist.

(RP)