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Corona in Mönchengladbach: Warum Apotheken impfen sollten

Corona in Mönchengladbach : Warum das Impfen in Apotheken sinnvoll ist

Die Corona-Impfkampagne wird auf breitere Füße gestellt. Bald gibt‘s den Piks in der örtlichen Apotheke. Wo darin der Vorteil liegt.

Anfang Februar könnten die Apotheker flächendeckend in die Corona-Impfkampagne einsteigen. Das zumindest sieht die Apothekerkammer vor. Bundesweit soll etwa jede zweite Apotheke impfen, jede vierte Apotheke im Bereich Nordrhein hat dafür bereits die entsprechende Schulung abgeschlossen, heißt es seitens der Kammer. Genaue Zahlen für Mönchengladbach und die Information, welche Apotheken impfen werden, liegen Dirk Lammert, zuständiger Sprecher der Apothekenkammer Nordrhein, aber weiterhin nicht vor.

Grundsätzlich läuft es so ab: Die Apotheker müssen eine Fortbildung machen, um Impfen zu dürfen. Außerdem müssen entsprechende Räumlichkeiten in der Apotheke zur Verfügung stehen. Künftig sollen Apotheker dann ihr eigenes Kontingent an Impfstoff bestellen können. Angemeldet werden bei der Stadt muss die Impfstelle nicht. Aber: Die Stadt Mönchengladbach würde sich nach Angaben eines Sprechers dennoch über eine Meldung der Apotheken freuen, damit diese in die Übersicht der Impfangebote (www.notfallmg.de/de/corona-impfung) aufgenommen werden können.

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Ob künftig er in seiner Ulmen-Apotheke Windberg Corona-Impfungen verabreichen werde, sei noch offen, sagt Dirk Lammert. Grundsätzlich aber begrüßt er, dass die Apotheker in die Impfkampagne eingebunden werden: „Wir müssen möglichst viele Impfangebote schaffen, um die Impflücke zu schließen“, sagt er. Apotheken stellen dabei ein vertrautes Umfeld in der direkten Nachbarschaft dar. Das Angebot soll niederschwellig sein und so die Menschen zum Impfen bewegen. Immerhin werden die weiten Distanzen, etwa zu den beiden Impfstellen im Nordpark, immer wieder als Grund angeführt, wieso die Impfung bisher hinausgezögert wird.

Etwa drei Viertel der Mönchengladbacher haben mittlerweile ihre Grundimmunisierung, mehr als die Hälfte der Bürger sind geboostert. Laut Impfmonitoring der Kassenärztlichen Vereinigung (KVNO) sind vergangene Woche etwa 7800 Corona-Impfungen in Mönchengladbach durchgeführt worden – davon 654 Erstimpfungen. „Die Ungeimpften zu überzeugen ist unsere größte Schwierigkeit“, sagt Lammert. „Wir können aber als Apotheker über die Vorteile aufklären. Denn Geimpfte und Geboosterte haben in der Regel milde Verläufe, sollten sie sich mit Corona infizieren.“

Eine Übersicht zu den Impfangeboten in Mönchengladbach finden Sie hier.

(capf)