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Corona in Mönchengladbach: Stadt schließt Kita Mummpitz am Dienstag, 27. Oktober

Corona-Zahlen in Mönchengladbach (Dienstag, 27. Oktober) : Stadt schließt Kita wegen infizierter Mitarbeiter

Noch immer gibt es keine Schilder, die auf die Maskenpflicht in den Zentren hinweisen. Die Sieben-tage-Inzidenz ist am Dienstag nur noch leicht gestiegen. Die städtischen Kitas sind derweil zum Gruppenkonzept zurückgekehrt um Schließungen zu vermeiden.

21 neue positive Corona-Nachweise hat das städtische Gesundheitsamt am Dienstag gemeldet. Außerdem hat die Stadt eine weitere Kindertagesstätte geschlossen, weil sich dort Mitarbeiter infiziert hatten. Bereits am Samstag war die Kita Liebfrauen geschlossen worden.

Zu positiven Fällen sei es auch bei den Beschäftigten der Kindertagesstätte Mummpitz an der Geneickener Straße 80 gekommen, teilte die Stadt mit. Vorsorglich bleibe die Einrichtung bis Freitag, 6. November, geschlossen: „Da die Kita ein offenes pädagogisches Konzept verfolgt und sich dadurch die Kontakte nicht eingrenzen lassen, wurden alle rund 90 Beschäftigten und Kinder unter Quarantäne gestellt.“

Stadtsprecher Dirk Rütten: „In den städtischen Kindertagesstätten sind wir, bereits als die Zahlen wieder anfingen zu steigen, zum Gruppenkonzept zurückgekehrt.“ So würden sich die Kinder nicht mischen und bei Positiv-Fällen müsse lediglich die Gruppe herausgenommen werden. Unterdessen soll das Gesundheitsamt personelle Unterstützung bekommen. Genaueres könne man dazu aber noch nicht sagen. Die Infektionsketten seien für das Gesundheitsamt bisher aber noch nachvollziehbar.

Seit Anfang vergangener Woche gilt in den Innenstädten von Gladbach und Rheydt eine Maskenpflicht. Schilder, die darauf hinweisen, sind allerdings auch an diesem Dienstag weit und breit noch nicht zu sehen – im Gegensatz zu vielen anderen Städten. Eigentlich war geplant, dass die Schilder im Laufe der vergangenen Woche installiert werden sollten. Nun heißt es: Ende kommender Woche. „Das von uns beauftragte Unternehmen sah sich leider doch nicht in der Lage, den Auftrag entsprechend auszuführen“, sagte Stadtsprecher Wolfgang Speen am Dienstag. „Daher mussten wir den Auftrag neu an ein anderes Unternehmen vergeben. Das läuft aber jetzt.“ Die Schilder müssten bestimmte Kriterien erfüllen, etwa wasserfest sein. Eine Übergangslösung, etwa durch laminierte Zettel, sei bis zum Installationstermin nicht geplant, so Speen. Aufgestellt würden die Hinweise auf die Maskenpflicht – wenn sie dann da sind – an den Eingangsstellen der entsprechenden Zonen.

Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus infizierten Mönchengladbacher ist von Montag auf Dienstag um zwei auf insgesamt 288 gesunken. Seit März wurde das Virus bei 1579 Personen aus Mönchengladbach nachgewiesen. Davon waren 1238 Personen bereits genesen. In Quarantäne waren 1137 Bürger, davon wurden 34 im Krankenhaus behandelt. Innerhalb der vergangenen sieben Tage haben sich pro 100.000 Einwohner 94,6 neu infiziert. Dieser Wert ist im Vergleich zum Vortag nur leicht gestiegen.

Die NEW teilte am Abend mit, die Kundencenter am Europaplatz und am Marienplatz sind ab Mittwoch wegen eines Corona-Falls in der Belegschaft nur eingeschränkt von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Infektionsketten würden überprüft und Mitarbeiter in Quarantäne getestet. Es bestehe aber keine erhöhte Infektionsgefahr wegen der Sicherheitsvorkehrungen vor Ort.

(are)