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Corona in Mönchengladbach: Stadt löst Versammlung bei Gebetsruf vor Moschee auf

Gebetsrufe in Mönchengladbach : Stadt löst Versammlung vor Moschee auf

Der Gebetsruf eines Muezzins lockte am Donnerstagabend viele Gläubige zur Moschee an die Duvenstraße in Mönchengladbach. Der Ruf sei mit der Stadt abgestimmt gewesen, die Ansammlung aber nicht. Das Ordnungsamt schritt ein.

Eine Zusammenkunft an der Duvenstraße vor der Moschee des Diyanet-Vereins hat am Donnerstagabend für Irritationen in der Bevölkerung gesorgt. Bei der Polizei meldeten sich viele Bürger unter anderem über den Notruf mit verweis auf die Pandemie-Bestimmungen, weil vor der Moschee Dutzende Fahrzeuge auf der Straße und auf benachbarten Parkplätzen standen.

Wie aus im Internet veröffentlichtem Videomaterial hervorgeht, hielten sich dabei auch etliche Gläubige gemeinsam auf dem Gehweg auf. Ob es dabei zu Verstößen gegen die Kontaktsperre gekommen ist, dazu gab es am Freitag keine Angaben. Wie die Stadt mitteilte, löste sich die Ansammlung beim Eintreffen des Ordnungsamtes auf. Es habe sich um ein Missverständnis der Moschee-Gemeinde gehandelt. Von Seiten der Stadt sei mitgeteilt worden, dass der Gebetsruf des Muezzins wie in anderen Städten ausgeführt werden dürfe.

„Alles andere war nicht erlaubt“, teilte Stadtsprecherin Meike Wehner mit. „Weitere Maßnahmen wurden an diesem Abend deswegen erst einmal nicht ergriffen.“ Sollte es aber erneut zu Ansammlungen kommen, werde auch der Gebetsruf verboten.

(angr)