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Corona in Mönchengladbach: Software soll Datenerhebung bei Infektion erleichtern

Pandemie in Mönchengladbach : Wie die Datenerhebung im Corona-Fall vereinfacht werden soll

Infizierte sollen ihre Daten über eine neue Software unkompliziert an das Gesundheitsamt übermitteln können. Wie das funktioniert.

Die Kommunikation zwischen Gesundheitsämtern und Corona-Patienten ist nicht immer einfach. Das zeigen unzählige Beispiele der vergangenen zweieinhalb Jahre. Um den Prozess der Datenerhebung deutlich zu vereinfachen und den Infizierten zudem die wichtigsten Infos direkt zukommen zu lassen, setzt das Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach jetzt auf eine neue Software. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

Mit „CISS“, kurz für „Covid IT Solutions for Sormas“, soll ab sofort die Erfassung von Personen mit positivem PCR-Test erleichtern. Und das geht so: Jeder von einem Labor gemeldeten positiv getesteten Person, für die eine Handynummer oder eine E-Mail-Adresse vorliegt, schickt das Gesundheitsamt eine SMS oder eine E-Mail. Darin befindet sich ein Link, der die Betroffenen zu einem Fragebogen führt, den sie online ausfüllen und datenschutzkonform an die Stadt schicken können. Alle Angaben aus dem Online-Fragebogen werden automatisch in die Infizierten- und Kontaktpersonenmanagement-Software Sormas übernommen. „CISS“ gibt an, dass die über den Fragebogen erfassten Daten nach der verschlüsselten Übertragung an Sormas unmittelbar von den CISS-Servern gelöscht werden.

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Zuvor mussten die personenbezogenen Daten telefonisch durch das Gesundheitsamt erfasst werden. Das bedeutete einen hohen Zeitaufwand – und führte in der Vergangenheit bereits zu Überlastungen des Systems.

Erhoben werden unter anderem der Impfstatus, die Meldeadresse, zurückliegende Corona-Infektionen, das gesundheitliche Befinden, stationäre Aufenthalte oder Vorerkrankungen. Das Infektionsschutzgesetz verpflichtet positiv getestete Personen, diese Informationen einzugeben. Daher appelliert das städtische Gesundheitsamt an die Mönchengladbacher den Fragebogen zu nutzen, um die Daten zu übermitteln.

Neben dem Fragebogen erhalten Betroffene auch direkt Informationen über die Notwendigkeit und Dauer der Isolation oder Quarantäne.

Die Stadt betont: „Die SMS oder E-Mails sind kein Spam und es handelt sich nicht um einen Hackerangriff.“ Absender der SMS ist „IhreStadtMG“ und die Absenderadresse der E-Mail lautet gesundheitsamt-hotline@moenchengladbach.de.

Weiterhin ausstehend ist aber die Kostenpflichtiger Inhalt Wiedereinrichtung einer kommunalen Impfstelle. Diesen Plan verfolgt die Stadt nach Angaben eines Sprechers weiterhin. Der Grund dafür ist, dass das kommunale Impfzentrum vor der Schließung Ende Juni zumindest 50 Impfungen pro Tag (also 100 in der Woche) durchgeführt hat. Daher könnte nach Ansicht der Stadt ein wöchentlicher Impftag eingeführt werden. Dieser muss allerdings erst vom Gesundheitsministerium genehmigt werden.

Die Turnhalle der ehemaligen Förderschule in Rheydt könnte bald für Corona-Impfungen von städtischer Seite genutzt werden. (Archivfoto)
Die Turnhalle der ehemaligen Förderschule in Rheydt könnte bald für Corona-Impfungen von städtischer Seite genutzt werden. (Archivfoto) Foto: bauch, jana (jaba)

Als Impfstelle hat die Stadt die Turnhalle der ehemaligen Förderschule an der Wilhem-Strauß-Straße in Rheydt ins Auge gefasst. In die Schule ist die „Koordinierende Covid-Impfeinheit“ (kurz KoCi) der Stadt nach Schließung des kommunalen Impfzentrums in der „Red Box“ mittlerweile umgezogen und arbeitet dort in Stammbesetzung weiter.