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Corona in Mönchengladbach: So steht die Stadt im Vergleich mit der Region da

Vergleich mit anderen Städten : Nicht nur in Mönchengladbach steigen die Corona-Zahlen

Mehr als 22.000 Neuinfektionen meldete das RKI am Mittwoch für NRW. Gesundheitsämter stoßen an ihre Grenzen, täglich werden neue Rekorde gemessen – in Mönchengladbach und in der Region.

Fast 2000 Mönchengladbacher sind akut mit Corona infiziert, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt seit Montag über der 200er-Marke und täglich werden hunderte Neuinfektionen gemeldet – am Mittwoch waren es 347, am Dienstag 220 und am Montag 443. Das Gesundheitsamt stößt an seine Grenzen. Wie die Stadt am Dienstagnachmitag mitteilte, wird die Kontaktnachverfolgung nach Priorisierung vorgenommen. Heißt: Altenheime, Schulen und Kitas haben jetzt Vorrang. Und: Die Bürger sind angehalten, die Quarantäne-Regeln in Eigenverantwortung einzuhalten.

Mit dieser Maßnahme ist die Stadt Mönchengladbach aber nicht allein. Auch in anderen Kommunen wurde die Kontaktverfolgung bereits umstrukturiert, um dem hohen Aufkommen gerecht zu werden – und das schon vor Wochen. Als Beispiele sind unter anderem Wuppertal (am Mittwoch eine Inzidenz von 994,4) und die Städteregion Aachen (641,5) zu nennen. Duisburg und der Kreis Heinsberg erklärten diese Woche, mit der Kontaktverfolgung nicht mehr nachzukommen. In Düsseldorf setzt man künftig ebenfalls verstärkt auf die Initative der Bürger.

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Auch der rapide Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Mönchengladbach (von Sonntag auf Montag schnellte der Wert von 458,7 auf 610,4) ist kein Phänomen, das allein in der Vitusstadt zu beobachten ist. Nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit (LZG) steigt die Sieben-Tage-Inzidenz seit Weihnachten landesweit kontinuierlich an (von 191,1 am 25. Dezember auf 583,1 am 17. Januar). In Krefeld – einer Stadt mit ähnlich vielen Einwohnern wie Mönchengladbach – stieg der Sieben-Tage-Wert Anfang der Woche um 169,3 Punkte (von 668,7 am Montag auf 838 am Dienstag). Am Mittwoch wies das Robert-Koch-Institut die Inzidenz der Seidenstadt mit 900,2 aus. Ähnliche Entwicklungen sind in umliegenden Landkreisen zu beobachten: Im Kreis Viersen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz innerhalb von fünf Tagen von 395,6 auf 532,6. Im Kreis Heinsberg stieg der Wert im gleichen Zeitraum um 191 (von 364,6 am Donnerstag auf 556,0 am Dienstag), im Rhein-Erft-Kreis um 221,2 (von 476,8 auf 698), im Rhein-Kreis-Neuss aber nur um 51,5 (von 379 auf 430,5). In Düsseldorf – zwischenzeitlich die Stadt mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz – hat sich die Lage in den vergangenen Tagen weiter entspannt. Die Inzidenz in der Landeshauptstadt lag am Mittwoch bei 427,9.

In Mönchengladbach werden die vielen Neuinfektionen vom Gesundheitsamt vornehmlich dem Freizeitbereich zugeordnet. In der aktuellen Situation hängt die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie somit im doppelten Sinne von der Eigenverantwortung der Bürger ab.