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Corona in Mönchengladbach: Gesundheitsamt meldet Omikron-Fälle nicht mehr ans LZG

Corona in Mönchengladbach : Omikron ist die beherrschende Variante

Die als besonders ansteckend geltende Virusvariante dominiert das Pandemiegeschehen. Übermittelt werden die Fälle in Mönchengladbach aktuell trotzdem nicht. Woran das liegt.

624 bestätigte Omikron-Fälle seit Ende November listet das Landeszentrum Gesundheit (LZG) für Mönchengladbach – und das seit nunmehr drei Tagen. Neue Fälle kommen nicht hinzu. Dabei heißt es aus vielen Städten, dass die Omikron-Variante die absolute Mehrheit der Neuinfektionen ausmacht und die Corona-Zahlen deshalb bundesweit steigen. Wie kommt es also, dass die Zahl der Omikron-Fälle in Mönchengladbach so verhältnismäßig niedrig ist?

Die Antwort ist denkbar einfach: Das Gesundheitsamt meldet dem LZG nicht mehr die Variante der Neuinfektionen. Das teilte ein Stadtsprecher auf Anfrage unserer Redaktion mit: „Das Gesundheitsamt schafft es nicht mehr, die Virusvariante bei jedem neuen Fall mit anzugeben.“ Allerdings spiele die Übermittlung der Corona-Variante mittlerweile eine untergeordnete Rolle, betonte der Sprecher.

Das liegt an der aktuell gültigen Test- und Quarantäne-Verordnung. Für die Behandlung des Corona-Falls ist es nicht mehr direkt relevant, welche Virusvariante vorliegt. Ein nachweislich infizierter Patient muss zehn Tage in Quarantäne. Frühestens nach sieben Tagen ist es möglich, sich freizutesten, wenn zwei Tage keine Symptome vorliegen. Infizierte müssen alle Meschen informieren, mit denen sie in den vergangenen zwei Tagen Kontakt hatten. Von Ungeimpften wird eine Selbstisolation erwartet. Geboosterte sowie kürzlich genesen oder geimpfte Personen müssen ausdrücklich nicht in Quarantäne.

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In Mönchengladbach wird nach Angaben des Stadtsprecher weiterhin jeder positive Corona-Befund routinemäßig auf Omikron untersucht. In 60 bis 80 Prozent der Fälle werde die als besonders ansteckende Virusvariante im Labor bestätigt. „Wir gehen davon aus, dass Omikron die beherrschende Variante ist und dass die Neuinfektionen in der Regel darauf zurückzuführen sind“, sagte der Sprecher.

Auch nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) dominiert die Omikron-Variante zunehmend das Pandemiegeschehen. In der ersten Kalenderwoche gingen laut RKI deutschlandweit 73 Prozent der übermittelten Corona-Fälle auf die Virusvariante zurück, in der zweiten Kalenderwoche nunmehr 89 Prozent der Fälle.