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Citymanagement droht mit Bürgerbegehren

Citymanagement droht mit Bürgerbegehren

Das Rheydter Citymanagement will sich gegen die Umgestaltung der Marktstraße wehren. Außerdem macht es sich Gedanken um den Weihnachtsmarkt. Der kostete im vergangenen Jahr 22000 Euro.

Peter Felten ist erbost. "Mit der Verkehrsführung in Rheydt hat die Politik dem Einzelhandel Schaden zugefügt", erklärte der Chef des Rheydter Citymanagements während dessen Jahreshauptversammlung. Es habe Absprachen gegeben, um die Verkehrssituation zu entspannen, doch daran habe sich die Verwaltung nicht gehalten. "Das lässt Zweifel an der Verlässlichkeit aufkommen", sagt Felten. Auch für dieses Jahr droht Ärger um die Verkehrsführung in Rheydt. Denn Peter Felten kündigt nun an, dass das Rheydter Citymanagement ein Bürgerbegehren anstreben werde, wenn die Bezirksvertretung Süd die derzeitigen Planungen beschließt. Diese sehen vor, dass an der Marktstraße Grün entfernt wird und die Kurzparkplätze vor der Stadtsparkasse verschwinden, um auf einer Seite der Marktstraße einen zehn Meter breiten Bürgersteig zu schaffen. "Wir fordern jeden auf, gegen das Vorhaben zu protestieren. Je mehr Leute uns unterstützen, desto größer sind die Chancen, die Planungen zu verhindern", ruft Felten alle Rheydter auf.

Doch nicht nur die Verkehrsführung in der Rheydter Innenstadt bereitet dem Citymanagement Kopfzerbrechen. Auch der Weihnachtsmarkt ist ein Thema, dass die Mitglieder beschäftigt. "Wir haben für dieses Jahr die Lizenz, den Markt genauso durchzuführen wie im vergangenen Jahr", sagt Peter Felten. Doch das ist eine teure Angelegenheit. Im vergangenen Jahr kostete der Markt satte 22 000 Euro. Da die Kosten erst in diesem Jahr abgerechnet werden, ist der erwirtschaftete Gewinn des Citymanagements egalisiert. "Wir werden mit einer roten Null rausgehen", sagt Dr. Christoph Hartleb. Der zweite Vorsitzende des Citymanagements erklärte während der Jahreshauptversammlung, dass für die Veranstaltungen in diesem Jahr rund 70000 Euro Budget bereitstehen. Hinzu kommen Sponsorengelder. Zwar geht das Citymanagement aktuell davon aus, dass der Weihnachtsmarkt so wie 2012 stattfinden wird, hofft aber darauf, dass er vielleicht doch schon auf dem renovierten Marktplatz starten kann. "Wenn das so ist, wird das ein hartes Stück Arbeit für uns", verriet Felten.

In einem Fachvortrag informierte während der Jahreshauptversammlung Andre Haak von der IHK Mittlerer Niederrhein über die Entwicklungen im Handel. Er stellte heraus, dass die Zunahme des Angebotes im Internet dem Einzelhandel schade. "Die Schuhe, die zum Beispiel von Zalando verkauft werden, fehlen den Schuhgeschäften", erklärte er beispielhaft. Daher sei der Umsatz im Einzelhandel rückläufig. Auch in Mönchengladbach könne man dies feststellen. Um dem entgegenzuwirken, haben sich die Rheydter etwas einfallen lassen. Sie wollen Plakate in ihren Geschäften aufhängen, die dafür werben, lieber vor Ort als im Internet einzukaufen. Verteilt werden sie von Eva Mareike Jansen von der Mayerschen Buchhandlung.