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Mönchengladbach: Citykirche beim Tag des Denkmals dabei

Mönchengladbach : Citykirche beim Tag des Denkmals dabei

Das wird ein besonderes Wochenende: Am 7. September wird die Citykirche am Alten Markt nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wiedereröffnet. Einen Tag später präsentiert sich die ehemalige Hauptpfarrkirche als Denkmal.

In diesem Jahr ist nur ein Gebäude in der Stadt beim Tag des offenen Denkmals gemeldet worden – die Citykirche. Möglicherweise war es das Motto, das weitere Interessenten abgehalten hat, sich um eine Teilnahme zu bewerben. Das lautet nämlich "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?" Wie passt das zur soeben aufwendig renovierten ehemaligen Hauptpfarrkirche am Alten Markt? "Das Thema war uns ziemlich egal, Wir haben es für uns ironisch aufgefasst", sagt Pastoralreferentin Annette Diesler. "Die Besucher sollen einfach selbst entscheiden, ob unsere Kirche nach den umfangreichen Arbeiten im Diesseits angekommen ist."

Das Motto habe die Kommission bewusst in dieser Form gestellt, heißt es von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Es gehe um zentrale Fragen: Was ist wert, erhalten zu werden und weshalb? Was macht Denkmale unbequem, wann und für wen? "Denkmale, die an Krieg und Unrecht erinnern, sind ebenso im Fokus wie Denkmale der Nachkriegsmoderne oder nicht mehr genutzte Industriebauten und historische Gebäude in strukturschwachen Gegenden", sagt Carolin Kohlhoff vom Denkmalschutz. Alle diese Objekte könnten für jeden sichtbar machen, vor welchen Herausforderungen die Anforderungen des Denkmalschutzes Besitzer, Planer, Handwerker und Denkmalpfleger stellen können – und wie sie gemeinsam bewältigt werden.

Dafür ist allerdings die Citykirche ein Paradebeispiel. Als die ehemalige Hauptpfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt zu verfallen drohte, packten sich einige Menschen ein Herz und stellten sich der Herausforderung. Sie gründeten einen Bauverein für die Citykirche. 2006 wurde mit den Renovierungen begonnen. Gehörige Summen Geld wurden gespendet, um das riesige Werk zu stemmen. Die Innensanierung hat seitdem 1,3 Millionen Euro verschlungen, die aufwendige Außen-Renovierung gar fast 1,9 Millionen Euro. Dafür ist die Citykirche heute kaum wiederzuerkennen. Sie wirkt wie neu.

Endlich: Am Samstag, 7. September, kann das stadtbildprägende Gotteshaus wiedereröffnet werden. Das geschieht ab 17 Uhr. Und einen Tag später ist der Tag des offenen Denkmals. Dann haben Besucher von 12 bis 18 Uhr Gelegenheit, die Kirche nach der Renovierung in aller Ausführlichkeit zu erkunden. Um 17 Uhr findet die Vernissage der Ausstellung "Die Kinder Abrahams" von Shahid Alam statt.

(RP)