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Mönchengladbach: Chorkonzert mit dreifachem Mozart

Mönchengladbach : Chorkonzert mit dreifachem Mozart

Mozart, Mozart, Mozart – anderes wird das Publikum im 2. Chorkonzert des Theaters nicht zu hören bekommen. "Solche Einseitigkeit geht nur bei Mozart, in seinen Werken ist die ganze Welt enthalten", meint Graham Jackson.

Dass die Grundstimmung der ausgewählten drei Stücke des Salzburgers ernst ist, passt in die Zeit vor der Karwoche. Am 29. März erklingt das Programm ab 20 Uhr in der Kaiser-Friedrich-Halle. "Wir beginnen mit Adagio und Fuge c-Moll", sagt der Generalmusikdirektor. Dieses Spätwerk strahle "düstere Erhabenheit" aus und erinnere in der Machart an das Vorbild Bach.

Nicht gar so melancholisch erweist sich die rhapsodische Sinfonia concertante in Es-Dur für Violine, Viola und Orchester. Als Solisten wirken hier Konzertmeister Philipp Wenger und der Stimmführer der Violen, Albert Khametov, in führender Position mit. "Es ist eines jener Mozart-Werke, die vom Himmel kommen", bekennt ein verzückter Orchesterchef. "Diese Musik kommt irgendwie von außen, sie ist so was von außerirdisch, göttlich", meint Jackson.

Würdig-ernst geht es nach der Pause über zum Hauptwerk des Chorkonzerts: Mozarts Requiem, wenige Wochen vor seinem Tod komponiert, ist unvollendet geblieben. Das Werk ist von Legenden umrankt. Ein geheimnisvoller Gast, der anonym bleiben wollte, besuchte den kranken Mozart und erteilte ihm den Auftrag. Später kam heraus, dass es sich um Franz Graf von Walsegg handelte, dessen Frau 1791 mit nur 21 Jahren verstorben war. Der Graf wollte das Opus als sein eigenes ausgeben. Am 5. Dezember starb Mozart und hinterließ das Requiem als Fragment.

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Requiem neu ergänzt

Seither hat es zahlreiche Bemühungen gegeben, die fehlenden Stücke nach dem "Lacrimosa" aus der Sequenz "Dies Irae" zu ergänzen. "Mozarts Witwe Constanze wollte den Auftrag erfüllen, um an das Honorar zu kommen", so Konzertdramaturgin Eva Ziegelhöfer. Also gab sie das Manuskript an Mozarts Schüler Süßmayr. "Der hat das aber sehr unzureichend gemacht", findet Jackson. Er habe vier neuere Vervollständigungen geprüft – und sich dann für die Version des Amerikaners Robert D. Levin entschieden. "Levin hat sehr genau nach dem Vorbild gearbeitet, bei ihm klingt es wirklich echt, eben nach Mozart", sagt der Generalmusikdirektor.

Das Requiem singt der Niederrheinische Konzertchor mit Unterstützung aus den Reihen des Opernchors, die Niederrheinischen Sinfoniker spielen den Instrumentalpart. Solisten sind Debra Hays, Susanne Seefing, Markus Heinrich und Matthias Wippich.

(RP)