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Mönchengladbach: CDU und SPD gehen gegen Schrottimmobilien vor

Mönchengladbach : CDU und SPD gehen gegen Schrottimmobilien vor

Die Stadt soll künftig einschreiten, wenn Vermieter ihre Häuser oder Wohnungen vernachlässigen.

Die Große Koalition will die Eigentümer von Häusern und Wohnungen zwingen, ihre Immobilien so zu pflegen, dass von diesen keine Gefahr für die Bewohner oder die Nachbarschaft ausgeht. "Bund und Land haben die Möglichkeiten der Kommunen einzugreifen gestärkt. Davon wollen wir Gebrauch machen", sagt der CDU-Fraktionsgeschäftsführer Fabian Eickstädt.

"Ein einzelnes verwahrlostes Haus kann einen ganzen Straßenzug runterziehen. Leider kennen wir solche Fälle auch in Mönchengladbach", sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Felix Heinrichs.

Die Mindeststandards für Häuser schreiben das unlängst novellierte Baugesetzbuch und das neue Wohnungsaufsichtsgesetz des Landes vor. "Werden sie nicht erfüllt, muss die Stadt im Sinne der Mieter und Nachbarn, aber auch im Sinne des Stadtbildes einschreiten", sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Hans Peter Schlegelmilch.

Im ersten Schritt soll die Verwaltung die Schrottimmobilien auflisten. Anschließend sollen die Experten dann dem Planungs- und Bauausschuss zu jedem einzelnen Objekt Handlungsoptionen aufzeigen, damit dieser entscheiden kann. Der schärfere Umgang mit den verwahrlosten Immobilien soll im Übrigen nicht nur für Privatbesitzer gelten.

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"Wenn die Stadt oder ihre Töchter auch Häuser und Wohnungen verkommen lassen, müssen wir genauso vorgehen. Die Stadt hat eine Vorbildfunktion." Der Antrag, den CDU und SPD am Mittwoch, 12. November, im Hauptausschuss vorstellen wollen und den der Rat der Stadt am 20. November wohl verabschieden wird, trägt den Titel "Für lebenswerte Quartiere in unserer Stadt - Schrottimmobilien in Mönchengladbach den Kampf ansagen".

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist das Problemhaus in Mönchengladbach

(jüma)