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CDU in Mönchengladbach unterstützt Armin Laschet als Kanzlerkandidat

Kanzlerkandidatur der Union : Gladbacher Unterstützung für Laschet

Die Parteispitze spricht sich in der K-Frage für den NRW-Ministerpräsidenten aus. Trotz des Umfragetiefs habe Armin Laschet gute Arbeit geleistet.

Im Führungszirkel der Mönchengladbacher CDU zeichnet sich eine Mehrheit für Parteichef Armin Laschet als Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahl im September ab. Der Abgeordnete und parlamentarische Staatssekretär Günter Krings, der noch Vorsitzender der Mönchengladbacher CDU ist und im Herbst erneut für das Direktmandat kandidiert, sagte unserer Redaktion: „Ich unterstütze Armin Laschet als Kanzlerkandidaten der Union. Ich glaube, dass er als Ministerpräsident gute Arbeit leistet, auch wenn es ein bitteres Umfragetief gibt. Das lässt sich aber nicht aus seiner Regierungsbilanz ablesen.“

Krings sagte, er sei nicht immer Laschets Meinung, aber dieser stehe auf einem festen Wertefundament und habe klare Überzeugungen, die „er auch nicht nach Belieben oder nach aktuellen Umfragewerten austauscht“. Er kritisiert CSU-Chef Markus Söder: „Ich respektiere die Regierungsarbeit von Markus Söder in Bayern. Aber ich bin sehr irritiert, dass er am Sonntag ein Verfahren vorschlägt und die Entscheidung den Parteigremien überlassen und schon am Montag wieder davon abweichen will.“

Der Landtagsabgeordnete Jochen Klenner sprach sich ebenfalls für Laschet aus. „Die CDU-Basis braucht jetzt vor allem eine schnelle und abschließende Personal-Entscheidung, damit wir in die inhaltliche Auseinandersetzung wenige Monate vor der Wahl starten können. Es gibt sicher unterschiedliche Favoriten. Aber der Bundesparteitag hat die Führungsfrage in der CDU entschieden – und damit ist nun auch logisch der Anspruch auf die Kanzlerkandidatur verbunden. Armin Laschet hat nun die Chance verdient, auch seine Kritiker zu überzeugen.“

Martin Heinen, der wie Klenner Krings’ Nachfolger als Vorsitzender der Mönchengladbacher CDU werden will, kritisierte das Taktieren der vergangenen Tage als „unsäglich“. „Es wäre besser gewesen, sich untereinander zu einigen.“ Er erwarte, dass jeder sein Ego zurückstelle. „Wenn der Vorsitzende der CDU sagt, dass er antreten möchte, dann hat er auch das Zugriffsrecht“, sagte Heinen. Gegen den Willen der CDU könne es in der Union keinen Kanzlerkandidaten geben, „auch wenn ich den Beliebtheitsgrad von Markus Söder kenne“.

Annette Bonin, Vorsitzende der Frauen-Union in Mönchengladbach, sagte: „Wir haben einen Parteivorsitzenden, und für ihn gibt es auch Rückhalt. Rein von der Führung und der Organisation her ist Armin Laschet ein guter Kandidat.“ Auch wenn es in der Gladbacher CDU einen nicht unerheblichen Teil gebe, der auf die für Markus Söder besseren Umfrageergebnisse blicke.