Volkszählung in Mönchengladbach: CDU fordert als Konsequenz sauberere Stadt

Volkszählung in Mönchengladbach : CDU fordert als Konsequenz sauberere Stadt

Die Zahlen sind da – jetzt beginnt das Rechnen und Einordnen. Die Ergebnisse der Volkszählung sorgten in Mönchengladbach für einen Einwohnerschwund von 2326 Menschen. Das ist keine Randnotiz, die man mal eben so zur Kenntnis nehmen kann. Die Einwohnerzahl ist zum Beispiel entscheidend dafür, wie viel Geld die Stadt vom Land bekommt. Von den Daten hängt auch ab, welche und wie viele Schulen Gladbach benötigt, wie die Verkehrsinfrastruktur aussehen kann, wo es neue Baugebiete geben muss.

Die Zahlen sind da — jetzt beginnt das Rechnen und Einordnen. Die Ergebnisse der Volkszählung sorgten in Mönchengladbach für einen Einwohnerschwund von 2326 Menschen. Das ist keine Randnotiz, die man mal eben so zur Kenntnis nehmen kann. Die Einwohnerzahl ist zum Beispiel entscheidend dafür, wie viel Geld die Stadt vom Land bekommt. Von den Daten hängt auch ab, welche und wie viele Schulen Gladbach benötigt, wie die Verkehrsinfrastruktur aussehen kann, wo es neue Baugebiete geben muss.

"Im Wettbewerb der Kommunen müssen wir um jeden Einwohner kämpfen. Deshalb müssen wir besser als die Konkurrenz sein", sagt der CDU-Fraktionschef Dr. Hans Peter Schlegelmilch. Und die Konkurrenz schläft nicht: Landesstatistiker gehen davon aus, dass Düsseldorf bis 2030 rund elf Prozent mehr Einwohner als heute haben wird. Für Gladbach zeigen ihre Daumen nach unten: Die Stadt soll auf 247 000 Einwohner sinken.

Ansatzpunkte, dem Negativtrend entgegenzuwirken, gibt es für die CDU-Fraktion viele: Ziel müsse zum Beispiel sein, in Mönchengladbach möglichst viele Arbeitsplätze anzubieten und dabei zu beachten, dass auch gut qualifizierte Menschen vor Ort ein Angebot finden. Schlegelmilch: "Wir brauchen mehr Einwohner mit guten Einkommen, die hier einkaufen und Dienstleistungsangebote nutzen." Deshalb sei es wichtig, weiterhin gute Bildungsangebote zu machen und so die Grundlage für eine qualifizierte Berufstätigkeit zu legen. Auch die "weichen" Faktoren seien wichtig: "Dazu gehört für uns vor allem das Thema Sauberkeit. So, wie viele öffentliche Bereiche der Stadt aussehen, darf es auf keinen Fall bleiben. Das macht sie unattraktiv und schreckt Menschen davon ab, unbedingt hier wohnen zu wollen. Darüber ist bei den Haushaltsberatungen zu reden", sagt Schlegelmilch.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Lothar Beine sieht, was die Zuschüsse des Landes angeht, nicht allzu schwarz. "Ich habe zunächst einen großen Schreck bekommen, als ich die ersten Bevölkerungszahlen gehört habe. Aber in Mönchengladbach ist die Situation besser als in anderen Städten, die drastisch weniger Einwohner haben sollen. Ich rechne damit, dass sich die negativen finanziellen Nachteile in Grenzen halten." Auch Beine fordert Veränderungen: "Wir müssen uns zum Beispiel Gedanken über neue Baugebiete machen."

(RP)
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