Bundespresseball 2019: Studenten der HS Niederrhein designen Mode

Hochschule Niederrhein : Studierende designen für den Bundespresseball

Acht Roben haben die jungen Frauen für die Veranstaltung im Adlon entworfen – passend zum diesjährigen Motto „Wandel“.

Dass Studierende eine Abendrobe für den Bundespresseball am 29. November designen, sei ein Wunsch aus Berlin gewesen, sagt Prof. Maike Rabe vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein. Bei der Modenschau „Politfashion Night“ vor etwa fünf Monaten hätten die Kreationen der Studierenden aus Mönchengladbach so sehr überzeugt, dass die Bundespresseball GmbH und der Gesamtverband „Textil+Mode“ als diesjähriger Ball-Partner Gladbacher Mode auch auf dem roten Teppich in Berlin sehen wollten. 16 Abendroben kamen in die engere Auswahl, acht wurden von einer Jury für den Abend auserwählt. Diese werden von den Studierenden nun beim 68. Ball am 29. November im Hotel Adlon Kempinski präsentiert. Das Motto des Balls und der Kreationen lautet „Wandel“.

„Zusammen mit unseren Studierenden möchten wir demonstrieren, dass Textil und Mode nachhaltig, innovativ und gleichzeitig ästhetisch sein können“, sagt Prof. Rabe. Man wolle zeigen, dass man Umweltschutz nicht nur fordern solle, sondern zeigen, wie es gehen kann. Sieben Wochen hatten die jungen Frauen Zeit, um eine nachhaltige Kreation zu liefern. „Sie haben sehr hart gearbeitet“, sagt Maike Rabe. Die Ergebnisse sind vielfältig: Sie stehen nicht nur symbolisch für das Thema Wandel – beispielsweise für den Strukturwandel im Ruhrgebiet oder den Wandel in der Natur. Die Roben wurden auch mit nachhaltigen Rohstoffen und neuartigen Techniken der Modebranche hergestellt. Zum Einsatz kamen 3D-Drucker, Laser-Cutter, selbstleuchtende Fasern und Drucktechniken, die so gut wie kein Wasser benötigen. Mit diesen digitalen Techniken, erklärt Maike Rabe, „ist es heute möglich, unabhängig von lohnintensiven Einzelarbeitsplätzen an Nähmaschinen hochwertige Produkte herzustellen“. So sei es möglich, nachhaltige und hochwertige Mode in einem Hochlohnland in Europa zu produzieren.

Foto: Hochschule Niederrhein

Am 29. November werden die Studierenden dann gemeinsam mit vier Vertretern der Hochschule Niederrhein über den roten Teppich in Berlin schreiten.