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Ladengestaltung in Mönchengladbach: Schwarzer Balken statt Werbung

Gestaltungskorsett in Mönchengladbach : Ladengestaltung: Schwarzer Balken statt Werbung

Der Kochshop in Rheydt hat wegen der strengen Gestaltungssatzung einen „Pornobalken“ an der Außenfassade. Eigentlich sollte dort der Name mit einem Schneebesen stehen.

Weil alte Werbeschilder in der Rheydter City Bestandschutz haben, gibt es dort Reklame für Geschäfte, die längst der Vergangenheit angehören. Der Grund: Die neuen Ladenbesitzer dürfen die alten Schilder nicht einfach mit ihrer Geschäftswerbung überkleben. Und für neue Reklametafeln an der Außenfassade gelten strenge Auflagen. So kam es, dass eine alte Schild-Aufschrift „Foto Weidner“ (alter Geschäftsbesitzer) nicht durch „Kochshop“ (neuer Besitzer) ersetzt wurde. Ladeninhaberin Astrid Schneider hatte das zwar getan, doch dann kam eine Abmahnung und die Androhung eines Bußgeldes von 500 Euro: Der Werbeursprungszustand müsse unverzüglich wieder hergestellt werden. Doch das ging nicht, weil die alte Reklamefolie zerstört war. Und so prangt dort seither ein schwarzer Balken. Das ist auch jetzt, vier Wochen nach unserer Berichterstattung, noch so. Bei Astrid Schneider hat sich niemand von der Stadt gemeldet. Ihr Vermieter regte an, ihr Logo, einen Schneebesen, auf den Balken zu kleben. Wenn schon neue Buchstaben nicht erlaubt sind, vielleicht ja Bilder... Astrid Schneider versucht es vielleicht.  So lange bleibt das schwarze Schild an der Außenfassade hängen, das schon scherzhaft „Der Pornobalken von Rheydt“ getauft wurde. „Es gibt Kunden, die gehen extra noch einmal aus dem Laden, um ihn sich anzugucken“, sagt die Geschäftsfrau.