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Mönchengladbach: Bürger wollen B 57 verlegen

Mönchengladbach : Bürger wollen B 57 verlegen

Die Bundesstraße soll nicht mehr über die Aachener Straße, sondern durch den Nordpark verlaufen. Das würde Holt, Speick und Westend entlasten, und die Stadt hätte weniger Probleme bei der Realisierung der Umweltzone.

Stadtteile Sie reihen sich wie die Perlen einer Kette an der Aachener Straße entlang — die Orte Holt, Speick und Westend. Die Anwohner haben alle ein gemeinsames Problem: Gut 22 000 Fahrzeuge täglich erzeugen auf der Bundesstraße 57 direkt vor ihren Haustüren reichlich Krach und Gestank.

Und die Motoren erzeugen viel Feinstaub und Stickstoffdioxid — zu viel. Zwei Messstellen — an der Friedrich-Ebert-Straße in Rheydt und an der Aachener Straße — haben Überschreitungen der zulässigen Grenzwerte nach der Bundesimmissionsschutzverordnung registriert.

"Einfach und kostengünstig"

Darauf hat die Düsseldorfer Bezirksregierung jetzt reagiert. Die Stadt muss eine Umweltzone schaffen, die auf jeden Fall beide Innenstadtbereiche einbeziehen muss — also auch die Aachener Straße. Die Interessengemeinschaften Holt, Speick und Westend hatten deshalb jetzt zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Das Thema: Verkehrsentwicklung.

Die Idee, die an dem Abend entwickelt wurde, klingt gleichermaßen überzeugend wie kompliziert. "Ist es aber gar nicht", sagt Ferdinand Hoeren, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Speick. Die B 57 soll ihre angestammte Trasse verlassen und durch den Nordpark geführt werden. "Das ist einfach und kostengünstig, und vor allem hat die Stadt ein Recht dazu", sagt Hoeren.

Die Stadt müsse das Vorhaben lediglich dem Regierungspräsidenten melden, ein paar neue Schilder auf-, die alten Schilder abbauen — und fertig. "Dann wäre die Stadt vollkommen frei, mit der Aachener Straße zu verfahren, wie sie es für sinnvoll erachtet", sagt Hoeren. Vor allem wäre es dann ein Leichtes, den Schwerverkehr aus der zweispurigen Straße herauszuhalten. "Und Tempo-30-Zonen sind dann überall machbar."

Und so stellen sich die Holter, Speicker und Westender die neue B 57-Trasse vor: Von der Sternstraße aus würde sie auf der Waldnieler Straße bis zur Ausfahrt "Nordpark/Abfallumladestelle" verlaufen. Von da aus ginge es über die Straße Am Nordpark weiter beziehungsweise über die neue Verbindungsstraße bis zur Aachener Straße. "Das ist im Übrigen der exakte Grenzverlauf der Umweltzone, so wie die Stadt sie derzeit plant", sagt Ferdinand Hoeren.

Die Vorsitzenden der drei Interessengemeinschaften, Roland Lehmann (Holt), Ferdinand Hoeren (Speick) und Herbert Pauls (Westend), haben die Ergebnisse der Beratungen in der Bürgerversammlung bereits an die Fraktionsvorsitzenden gesandt. Sie sollen in den Bezirksvertretungen und im Planungsausschuss diskutiert werden. "Wir sind optimistisch, dass unsere Ideen für richtig erachtet und umgesetzt werden", sagt Hoeren.

(RP)