Mönchengladbach: Bürger werden morgen die Innenstadt neu planen

Mönchengladbach : Bürger werden morgen die Innenstadt neu planen

Projektwerkstatt für die Gladbacher City geht in die zweite Runde. 1700 Ideen und Anregungen werden diskutiert.

Fertige Ergebnisse werden (noch) nicht präsentiert. Dafür ist es zu früh. Aber es gibt jede Menge Ideen und Anregungen, wie sich die Gladbacher Innenstadt verändern sollte, müsste und könnte. Am morgigen Samstag kommt von 10 bis 16 Uhr in der Citykirche alles auf den Tisch: Dann nimmt das "Integrierte Handlungskonzept" nach mehreren Treffen und Workshops mit Experten, Initiativen und Bürgern weiter Fahrt auf. 1700 Beiträge erreichten die städtischen Planer, davon rund 1100 online. Die Bandbreite an Vorschlägen ist riesig: Sie reicht von mehr Mülleimern bis hin zu mehr verkehrsberuhigten Zonen. Projektleiter Kajetan Lis und seinem Team oblag es, alles zu ordnen und zu sortieren. Jetzt beginnt der erneute Dialog mit den Interessengruppen und den Gladbachern.

Nur beim Sortieren beließ es Lis nicht - dafür haben ihn und seine Mitstreiter zu sehr der Ehrgeiz und die Begeisterung für das Projekt gepackt. "Wir werden einzelne Analysepläne präsentieren. Aber natürlich noch nicht das gesamte Paket, denn dafür brauchen wir weitere Anregungen der Menschen vor Ort", sagt der Stadtplaner. Dass dieser Weg großen Erfolg versprechen kann, haben die Planer bei der Sozialen Stadt Rheydt erlebt. Dieses Projekt hat Kajetan Lis noch maßgeblich begleitet. Die Stadt hat die große Chance, für die Veränderung der Gladbacher Innenstadt ebenfalls Fördergeld in Millionenhöhe zu bekommen, was wesentlich mit den positiven Ergebnissen in Rheydt zusammenhängt: Denn dieses Projekt hat Vorbildcharakter für ganz NRW.

Das Handlungskonzept Gladbach-City wird ähnlich - vom Aufbau, bei der Struktur und im engen Zusammenwirken mit den Menschen, die in der Innenstadt wohnen, arbeiten, einkaufen, sich aufhalten. Es gibt mehrere Baustellen, die angegangen werden müssen: Etwa wie sich der Adenauerplatz als wichtige innerstädtische Grün-Oase entwickeln kann. Wie die Stadtbücherei baulich aufgewertet wird. Wie die obere Hindenburgstraße eine neue Perspektive bekommt. Auch die Altstadt wird wieder Thema. In das Konzept wird der Rahmenplan Abteiberg eingebunden: Er will die Keimzelle der Stadt stärken, den kulturellen Schwerpunkt stärker betonen. "Wir werden die Innenstadt nachhaltig positiv verändern", verspricht Planungsdezernent Gregor Bonin.

(RP)
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