Mönchengladbach: Boulebahn im Wickrather Schlosspark ist eröffnet

Mönchengladbach: Boulebahn im Wickrather Schlosspark ist eröffnet

Gut 25 Männer und Frauen haben sich an diesem Morgen im Wickrather Schlosspark zusammengefunden. Aus allen Richtungen kommen sie, viele sind mit einem kleinen dunklen Täschchen bepackt. Ihr Ziel ist die funkelnagelneue Boulebahn. Und in dem geheimnisvollen Täschchen befinden sich die Boulekugeln. Fast südländisches Flair stellt sich ein: Die ersten Männer zücken ihre Kugeln und testen die Qualität der Bahn. Andere stehen beisammen und fachsimpeln.

Das "Boulodrome", wie es korrekt heißt, ist nach internationalen Regularien von der Gartenbaufirma K. Schrievers gebaut worden: "Das war meine erste Boulebahn", sagt Geschäftsführer Karl Behnke. Sie bestehe, so erklärt er, aus drei Schichten: grobem und mittlerem Schotter sowie einer feinen Sandschicht. "Die Massen werden sich setzen, noch ist die Fläche weich, weil zu viel Wasser drin ist", betont Behnke und tritt damit der Kritik einiger Boulespieler entgegen. "Die Fläche müsste härter sein", sagt Reinhard Müller, der normalerweise im Grenzlandstadion oder auf dem Rheydter Markt Boule spielt. Er betont die Geselligkeit, das Vergnügen, das beim Boulespiel entsteht. Allerdings: "Es kann auch ernst werden - beim Messen beispielsweise."

Die Boulebahn im Schlosspark entstand auf Initiative von Melitta Mertens. Bei einem Treffen der Wickrather Vereine kam sie auf Friedhelm Demandt zu und meinte: "Wir haben keine Boulebahn. Wir brauchen eine Boulebahn." Bald hatte Mertens 150 Unterschriften von Boulespielern gesammelt, die sich nach einer lokalen Bahn sehnten. Melitta und Fred Mertens haben das Boulespielen auf Mallorca kennen- und liebengelernt. Sie hätten so ganz leicht Kontakt zu den Einheimischen gefunden.

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Mit finanzieller Unterstützung der Kreiswerke Grevenbroich und in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Verkehrsverein Wickrath wurde das Projekt umgesetzt. "Die Boulebahn schließt eine Lücke bei den im Schlosspark angebotenen Sportarten" sagt Friedhelm Demandt bei der Eröffnung, zu der auch der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins, Ernst Heinen und Jürgen Huppertz vom Fachbereich Schule und Sport gekommen sind. Dann macht er den ersten offiziellen Wurf mit der Kugel.

(b-r)
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