1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Bombenentschärfung in Mönchengladbach: Bombe auf Reme-Gelände erfolgreich entschärft

Straßensperrungen aufgehoben : Weltkriegsbombe in Mönchengladbach erfolgreich entschärft

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ist am Dienstag in Mönchengladbach eine Bombe gefunden worden. Sie wurde am Abend auf dem ehemaligen REME-Gelände entschärft. Rund 1000 Menschen waren betroffen.

Für viele Mönchengladbacher war es wie ein Déjà vu: Dieselben Häuser, Firmen, Discounter und Tankstellen wurden geräumt, dieselben Straßen gesperrt. Es war alles so wie am 13. März.

Bei den Sondierungsarbeiten auf dem Gelände an der Lürriper Straße ist am Dienstag erneut eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Sie lag nur wenige Meter von der entfernt, die vor drei Wochen entdeckt worden war. Es war ebenfalls eine 250-Kilo-Bombe, und sie wurde wieder von Dirk Putzer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft. Und das ging ziemlich flott. Dieses Mal war der Sprengstoffexperte sogar noch ein bisschen schneller: Statt einer halben Stunde brauchte er nur 25 Minuten, um den Zünder zu entfernen.

Aus Sicherheitsgründen hatte der Bereich im Radius von 300 Metern um die Fundstelle evakuiert werden müssen. Wie beim ersten Mal waren rund 1000 Menschen betroffen. Die Evakuierung hatte um 15 Uhr begonnen und verlief reibungslos. Schließlich hatten die Ordnungskräfte schon Erfahrungen sammeln können. „Das ist schon selten, dass der gleiche Einsatz so kurz hintereinander zweimal ausgeführt wird“, sagte Stadtsprecher Dirk Rütten.

 Der innere Radius wurde evakuiert, im äußeren durfte während der Entschärfung niemand das Haus verlassen.
Der innere Radius wurde evakuiert, im äußeren durfte während der Entschärfung niemand das Haus verlassen. Foto: Stadt MG
  • 1000 Personen waren betroffen : Weltkriegsbombe in Mönchengladbach ist entschärft
  • Die Bomben Entschärfung in Mönchengladbach. Wolfgang
    Kampfmittel in Mönchengladbach : Die Suche nach Bomben und Granaten
  • Auch das Schulzentrum Neuwerk an der
    Tausende Menschen betroffen, Hauptbahnhof gesperrt : Wie eine Weltkriegsbombe Mönchengladbach lahmlegte

Für die Entschärfung hatten auch zwei Kindergärten und zwei Tagespflegestellen geräumt werden müssen. In der Turnhalle der Heinrich-Lersch-Hauptschule an der Rohrstraße fielen die Nachmittagsveranstaltungen aus. Der Unterricht selbst war nicht betroffen. Er endete rechtzeitig.

13 Menschen hatten vom Krankentransportdienst der Feuerwehr Gebrauch gemacht. Sie waren aus dem Evakuierungsbereich gebracht und im städtischen Altenheim Eicken versorgt worden.

Eine Sammelstelle war im Jugendzentrum Step an der Stepgesstraße 20 eingerichtet. Die Straßen rund um die Fundstelle wurden ebenfalls ab 15 Uhr gesperrt. Es gab allerdings eine Ausnahme – in der Hinsicht hatten die Ordnungskräfte aus den Erfahrungen vom 13. März gelernt: Die Korschenbroicher Straße wurde erst um 17 Uhr gesperrt. So konnte die Stausituation ein wenig entzerrt werden.

Ansonsten waren die gleichen Vorkehrungen getroffen worden wie beim damaligen Einsatz. Die Bahnstrecke von Mönchengladbach Richtung Düsseldorf war kurz vor der Entschärfung gesperrt worden. Betroffen waren die Linien RE4 und S8 zwischen Mönchengladbach Hauptbahnhof und Neuss Hauptbahnhof. Auch einige Buslinien der NEW mussten für einige Stunden umgeleitet werden.

Im Radius von 300 bis 500 Metern um die Fundstelle durften sich während der Entschärfung keine Personen im Freien aufhalten. Außerdem mussten die Fenster geschlossen bleiben.

Bei der Stadt war ein Bürgertelefon eingerichtet worden, das rege genutzt wurde. Um 18.27 Uhr war alles vorbei. Die unschädlich gemachte Bombe wurde auf einen Lkw geladen und nach Köln transportiert. Die Straßensperren wurden wieder aufgehoben.