Mönchengladbach: Warnschuss und Pfeffersprayeinsatz nach Angriffen auf Polizei

Vorfall in Mönchengladbach : Warnschuss und Pfeffersprayeinsatz nach Angriffen auf Polizei

Am Dienstag ist ein Mann mit einem langen Messer durch Lürrip gelaufen. Am Mittwoch schlug eine 26-Jährige bei einer Durchsuchungsaktion um sich.

Ein Mann hat am Dienstag Polizisten mit einem Messer bedroht. Erst nach einem Warnschuss konnte er überwältigt werden. In einer Wohnung in Uedding eskalierte bei einer Durchsuchung die Situation so, dass Pfefferspray eingesetzt werden musste. Dabei wurden eine Frau und eine Polizistin leicht verletzt.

Am Dienstag hatten mehrere Zeugen gegen 22.40 Uhr die Polizei über Notruf darüber informiert, dass ein Mann mit einem langen Messer – zwischenzeitlich war von einer Machete die Rede – in Lürrip herumlaufe. Eine Streifenwagenbesatzung entdeckte den Mann im Bereich von Zeppelinstraße und Jörespfad. Dieser ging sofort auf die Polizisten zu und bedrohte sie. Die Beamten forderten den Mann auf, das Messer fallen zu lassen. Die Warnung, von den Dienstwaffen Gebrauch zu machen, ließ den Mann unbeeindruckt. Erst nachdem ein Warnschuss in die Luft abgegeben wurde, hielt er inne und konnte überwältigt werden. Dabei leistete er allerdings Widerstand und wurde leicht verletzt. Da der Mann aus Lürrip betrunken war und möglicherweise auch Drogen konsumiert hatte, wurden ihm Blutproben entnommen. Anschließend wurde er in ein Landeskrankenhaus eingewiesen.

Wegen des Verdachts des Drogenhandels haben Polizisten am Mittwochvormittag eine Wohnung an der Straße An den Hüren durchsucht. Die mutmaßlichen Dealer, ein 29-jähriger Mann und eine 26-jähirige Frau, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung befanden, verhielten sich unterschiedlich. Während der Mann ruhig blieb, schlug die Frau plötzlich um sich. Weil sie sich nicht beruhigen wollte, musste sie fixiert werden. Auch dabei wehrte sie sich.

Die Tatverdächtige schrie so laut, dass ihre Schwester (32), die in der Nachbarwohnung war, ihr zur Hilfe kommen wollte und die Türe auftrat. Um sie zu stoppen, musste Pfefferspray eingesetzt werden. Von dem Sprühnebel getroffen wurde neben der 32-Jährigen auch eine Polizistin. Beide wurden ambulant behandelt.

Bei der Durchsuchung, zu der Verstärkung angefordert worden war, fanden die Beamten ein Kilo Amphetamin, 200 Gramm Marihuana, 50 Exstasy-Tabletten und sogenanntes Deal-Geld. Gegen die 32-Jährige und ihre Schwester wurden Verfahren wegen tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet, die 26-Jährige und ihr Partner einem Haftrichter vorgeführt.

(mre/gap)
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