Die Polizei warnt Vorsicht bei SMS „Ihr Zugriff auf Photo Tan endet"

Mönchengladbach · Immer häufiger versuchen Trickbetrüger, an Daten von Kredit- oder Debitkarten zu kommen. Auch die relativ neue Funktion „Sicher bezahlen" von „Kleinanzeigen" machen die Täter sich zunutze. Das sind die Tipps der Mönchengladbacher Polizei.

Die Anzahl von betrügerischen SMS, in denen Verbraucher zur Zahlung von angeblichen Zollgebühren aufgefordert werden, hat stark zugenommen.

Die Anzahl von betrügerischen SMS, in denen Verbraucher zur Zahlung von angeblichen Zollgebühren aufgefordert werden, hat stark zugenommen.

Foto: dpa/Wolf von Dewitz

Die Polizei Mönchengladbach warnt vor Betrügern, die aktuell vermehrt versuchen, mit der sogenannten Phishing-Methode an Daten von Kredit- oder Debitkarten zu gelangen. Dafür werden verschiedene Methoden genutzt.

Die Polizei nennt einige Beispiele: Ein angeblicher Bankmitarbeiter ruft an und fordert dazu auf, persönliche Informationen wie Passwörter, Pin-Nummern, Tan-Nummern oder andere vertrauliche Daten preiszugeben. Als Grund für die Datenabfrage erklären die Betrüger beispielsweise, es habe ungewöhnliche Abbuchungen vom Konto aus dem Ausland gegeben.

Oder die Betrüger schicken eine SMS oder eine E-Mail und fordern auf, Zollgebühren für ein Paket zu zahlen, das sonst nicht zugestellt werden kann. Häufig steht in der Kurznachricht oder der Mail auch so etwas wie „Ihr Zugriff auf Photo Tan endet“ oder „Secure Sign“ läuft ab. Wie die Polizei erklärt, gelangen die Täter an die Daten, indem die Opfer auf diese Kontaktaufnahme reagieren und auf Links klicken, die täuschend echte Eingabemasken öffnen, die dann zum Beispiel mit Kreditkartendaten ausgefüllt werden.

Auch die relativ neue Funktion „Sicher bezahlen“ von „Kleinanzeigen“ (früher „Ebay Kleinanzeigen“) machen die Täter sich zunutze. Verkäufer werden von vermeintlichen Interessenten kontaktiert mit der Bitte, über diese Funktion zu zahlen. Anschließend erhält der Verkäufer eine SMS, dass der Artikel angeblich bezahlt sei und er den Zahlungseingang über einen Link bestätigen müsse. Der Link führt auf eine gefälschte Website, die der Originalseite sehr ähnlich sieht. Dort gibt der Verkäufer seine Kreditkartendaten ein, um das Geld zu erhalten, löst damit aber eine Abbuchung aus.

Das sind die Tipps der Polizei:

Nutzen Sie bei Onlinebanking oder anderen Zahlungsvorgängen im Internet stets eine sichere Verbindung (SSL-Standard oder Pflicht zur separaten Eingabe der Kartenprüfnummer).

Ihre Pin- und Tan-Nummern sind ausschließlich für Sie. Geben Sie diese niemals weiter, auch nicht an Ihr Geldinstitut. Verwahren Sie diese nie in der Nähe ihrer Karten auf. Sorgen Sie für regelmäßige Software-Updates auf Ihren Geräten.

Nutzen Sie alle angebotenen Sicherheitsfunktionen wie Gesichtserkennung, Geräte-Pin oder Zwei-Faktor-Authentifizierung. Schauen Sie, dass bei Zahlvorgängen mit der Karte keine fremde Person in Ihrer Nähe steht. Verdecken Sie die Tastatur mit einer Hand beim Eingeben.

Türöffnungen von Kreditinstituten fordern nie die Eingabe der Pin. Kontrollieren Sie Ihren Kontoauszug regelmäßig und zeitnah. Aktivieren Sie den Spam-Schutz auf Ihren Geräten. Verdächtige SMS und E-Mails als Spam markieren und blocken. Nie öffnen oder antworten. Im Zweifel brechen Sie die Transaktion ab und kontaktieren Sie Ihre Bank.

Die Zahlungsmethode „Sicher bezahlen“ von „Kleinanzeigen“ wird ausschließlich über die Nachrichtenfunktion des Kleinanzeigen-Portals abgewickelt. Geben Sie Ihre Handynummer nicht an Chatpartner raus.

(gap)
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