Mönchengladbach: Viele Lkw mit schlechter Sicherung

Kontrolle in Mönchengladbach : Polizei: Erschreckende Bilanz bei Lkw-Kontrollen

An der Krefelder Straße wurden bei einer Schwerpunktkontrolle bei zwei Dritteln aller kontrollierten Lkw Mängel festgestellt. Deshalb wollen Polizei, Mags und Bezirksregierung künftig weiter Lastwagen überprüfen.

(angr) Nach Lkw-Kontrollen an der Krefelder Straße hat die Polizei am Mittwoch eine „erschreckende Bilanz“ gezogen, so die Beamten: An der Krefelder Straße wurden insgesamt 32 Fahrzeuge kontrolliert, und insgesamt bei gut zwei Dritteln der Fahrzeuge wurden Mängel festgestellt. Daraus resultierten sechs Verwarngelder, 25 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten und eine Strafanzeige, die teilweise den Fahrer als auch den jeweiligen Halter betreffen. Die Verstöße wurden in den Bereichen Lenk- und Ruhezeiten, Überladung, Ladungssicherung, Unfallverhütungsvorschriften, Abfallentsorgungsgesetz, Gefahrgutvorschriften und in einem Fall des Verdachtes des Sozialbetruges begangen.

Zwei Fälle, die den Beamten der Polizei, der Bezirksregierung Düsseldorf und der Stadttochter Mags auffielen, waren besonders krass: So war ein Fahrzeuggespann nicht nur um mehr als 25 Prozent überladen, sondern die Ladung war so schlecht gesichert, dass schwere Metallgegenstände und Holzbalken bei normalen Fahrbewegungen von der Ladefläche – schlimmstenfalls auf den nachfolgenden Verkehr – hätten geschleudert werden können.

Bei einem anderen Fahrzeug war Schrottgut, darunter ein Altfahrzeug, gar nicht oder lediglich durch ein Geflecht von Spanngurten so gesichert, dass letztendlich keine Sicherung bestand. Die Ladebordwände waren teilweise ausgerissen und das Schrottgut fiel vom Fahrzeug. Beide Fahrzeugführer erwarten umfangreiche Ordnungswidrigkeitenverfahren mit erheblichen Bußgeldern und Punkten in Flensburg. Aufgrund der Masse und der „Qualität“ der Verstöße werden die intensiven Kontrollen künftig weiter fortgesetzt.

(angr)