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Mönchengladbach - Unbekannter bringt Sprengsatz mit Hakenkreuz an Auto an

Staatsschutz in Mönchengladbach eingeschaltet : Sprengsatz mit Hakenkreuz wird jetzt untersucht

Ein Unbekannter hat einen Sprengsatz an einem Fahrzeug angebracht, der nicht gezündet hat. Wie sich später herausstellte, war dieser mit dem verfassungswidrigen Symbol versehen. So ist der aktuelle Ermittlungsstand.

Der Fall ist rätselhaft: In der Nacht zu Montag, 4. Juli, hat ein Zeuge Feuer am rechten Vorderreifen eines auf der Steinsstraße in Mönchengladbach geparkten Autos bemerkt – und zusammen mit der Halterin gelöscht. Wie sich herausstelle, lag am Auto ein Sprengsatz, der mit einem Hakenkreuz versehen war. Deshalb wurde der Staatsschutz eingeschaltet. Das meldet die Polizei Mönchengladbach am Dienstag.

Eine Polizeisprecherin gibt am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion an, dass die Ermittlungen in dem Fall laufen. Dazu gehöre auch, dass beschlagnahmte Gegenstände – in diesem Fall der Sprengsatz – untersucht und Vernehmungen durchgeführt werden.

Der Zeuge hatte das Feuer an dem Opel laut Polizeibericht gegen 0.30 Uhr bemerkt und die Halterin, eine Mönchengladbacherin, informiert. Gemeinsam löschten sie das Feuer, bevor es sich weiter ausbreiten konnte. In dem Bereich des rechten Vorderreifens lag ein mit einem Band umwickelter Gegenstand. Auf dem Band war das verfassungsfeindliche Symbol zu erkennen, so die Polizei.

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Die alarmierten Beamten zogen Sprengstoffexperten hinzu. Deren Aussage zufolge handelt es sich bei dem Gegenstand um einen selbst zusammengebauten Brandsprengsatz, der geeignet gewesen wäre, das komplette Auto in Brand zu setzen. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Sprengsatz glücklicherweise nicht wie geplant gezündet. Das bemerkte Feuer dürfte nach Aussagen der Experten separat gelegt worden sein.

Die Hintergründe der Tat sind weiterhin völlig unklar und Gegenstand der Ermittlungen des Staatsschutzes, so Polizeisprecherin Cornelia Weber am Dienstag. Die Halterin des Wagens sei eine Deutsche und eine politische Tätigkeit von ihr sei nicht bekannt.

Hinweise zu verdächtige Beobachtungen, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten, nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02161 290 entgegen.

(gap/capf)