Mönchengladbach: Schon wieder Anrufe von falschen Polizisten

Betrugsmasche in Mönchengladbach : Schon wieder Anrufe falscher Polizisten bei älteren Menschen

Die Angerufenen verhielten sich vorbildlich, in dem sie den Telefonhörer auflegten und sofort die echte Polizei informierten.

Schon oft haben es Betrüger mit dieser Masche in der Stadt versucht, jetzt gab es wieder eine Serie. Im Laufe des Freitagvormittags gingen neun Anrufe bei älteren Menschen ein, bei denen sich ein Mann als „Beamter des Einbruchsdezernats der Polizei“ ausgab.

Es folgte ein Märchen, was immer kommt, nämlich dass es in der Nachbarschaft einen Einbruch oder Raub gegeben hätte, bei dessen Bearbeitung man eine Liste, mit dem Namen des Angerufenen, fand. Man solle zur eigenen Sicherheit Wertsachen bereit legen, die später von einem angeblichen Polizisten abgeholt würden.

Erfreulicherweise hatten der oder die Anrufer bisher in Mönchengladbach kein Glück, denn allen Angerufenen war die Masche bekannt, teilte die echte Polizei am Freitag mit. Die Angerufenen beendeten die Gespräche und handelten goldrichtig, indem sie die richtige Polizei sofort informierten, die den Gladbachern ein großes Lob aussprach.

Damit dies so bleibt, und auch weiterhin alle, vor allem ältere Mitbürger Bescheid wissen, rät die richtige Polizei dazu, sich niemals auf einen solchen Anruf einzulassen. Denn auf keinen Fall würde die Polizei so vorgehen. Es beginnt schon mit der oftmals im Telefon angezeigten Rufnummer 110. Diese Nummer ist falsch, wurde aus dem Internet erzeugt und soll die „Amtlichkeit“ des Anrufers suggerieren. Sie ist nicht von der Polizei. Auch würde die Polizei niemals telefonisch Bankdaten oder Kontostände erfragen und schon gar nicht dazu auffordern, Schmuck, Geld und sonstige Wertgegenstände bereit zu legen, damit sie von einem Boten oder angeblichen Kollegen abgeholt werden können.

Angehörige sollten ihre älteren Familienmitglieder über diese Vorgehensweisen informieren, damit sie nicht eines Tages das Opfer eines falschen Polizisten werden.

Für weitere Fragen und Informationen steht das Kommissariat für Kriminalprävention unter der Telefonnummer 02161 290 zur Verfügung.

(gap)
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