Mönchengladbach: Schnelle Entwarnung nach Großeinsatz in Supermarkt

Eine Verletzte in Mönchengladbach : Schnelle Entwarnung nach Großeinsatz in Supermarkt

In einem Lebensmittelmarkt hatten mehrere Kunden über plötzlichen Hustenreiz geklagt. Die Feuerwehr befürchtete einen Gasaustritt. Aber es kam anders.

Die Feuerwehr ist am Donnerstagabend zu einem Großeinsatz an einem Lebensmittelmarkt hinter dem Mönchengladbacher Hauptbahnhof ausgerückt. Der Marktleiter hatte gemeldet, dass mehrere seiner Kunden, die sich im hinteren Bereich des Geschäfts aufgehalten hatten, über starken Hustenreiz beklagten. Wegen der möglichen Gefahr, dass in dem Laden ein Gas ausgetreten sein könnte, rückte die Feuerwehr mit starken Kräften aus. Es stellte sich heraus, dass insgesamt neun Menschen über gereizte Atemwege klagten. Sie alle wurden vom Notarzt behandelt, eine Patientin wurde wegen des starken Hustens mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

„Wir sind zunächst davon ausgegangen, dass in dem Lebensmittelmarkt Kühlaggregate defekt sein könnten“, sagte Einsatzleiter Erik Gribkowski. Doch nach Messungen der Feuerwehr im Geschäft konnte relativ schnell Entwarnung gegeben werden. Die Kühlaggregate waren nicht die Ursache. Die muss jetzt noch genau ermittelt werden.

Der Marktleiter soll kurz vor dem Vorfall einen Ladendieb aus dem Geschäft geworfen haben. „Möglicherweise hat dieser noch schnell vorher Pfefferspray im Lebensmittelmarkt versprüht. Wir gehen im Moment davon aus. Aber das muss nun die Polizei ermitteln“, sagte Gribkowski. Nach dem Feuerwehreinsatz wurde der Markt noch vom Veterinäramt kontrolliert. Danach konnte wieder geöffnet werden.

(gap)
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