Ermittlungen in Mönchengladbach Baby Rabea: Mordkommission sucht wichtigen Zeugen

Mönchengladbach · Die Tasche ist weiter die wichtigste Spur der Ermittler, um die Herkunft des getöteten Babys im Mülleimer zu klären. Aber es gibt noch einen weiteren Ansatz: Es geht um eine Zeitung, die neben dem Säugling lag.

Totes Baby in Mönchengladbach: Fotos der Fahndung im Fall Rabea
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So lief die Zeugensuche im Fall Baby Rabea

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Foto: Carsten Pfarr

Sechs Tage nach dem Fund des getöteten Babys in einem Mülleimer an der Carl-Diem-Straße sucht die Mordkommission nun einen wichtigen Zeugen. Neben der Tasche mit dem Baby, das die Polizei Rabea nennt, lag eine Ausgabe der Mönchengladbacher Sonntagszeitung „Extra Tipp“ mit eingelegten Werbeprospekten in dem Mülleimer. Die Polizei fragt nun, wer die Zeitung in dem Mülleimer entsorgt hat. „Dabei kann es sich um einen wichtigen Zeugen handeln“, sagt Polizeisprecherin Cornelia Weber. „Wir bitten die Person dringend, sich zu melden.“

Das Baby Rabea war am vergangenen Montag, 28. März, von einer Flaschensammlerin in dem Mülleimer gefunden worden. Der Säugling war wenige Stunden nach seiner Geburt getötet worden, wie die rechtsmedizinische Untersuchung ergab. Wann das Kind in der Tasche in dem Mülleimer abgelegt wurde, ist aber noch unklar. Dazu veröffentlichten Polizei und Staatsanwaltschaft noch einmal einen Fahndungsaufruf zu der Tasche: „Wer kann Hinweise geben oder hat am Montag beziehungsweise in den Tagen davor eine Person mit einer solchen Einkaufstasche bemerkt? Wer hat jemanden mit einer solchen Tasche in der nahe gelegenen Kaufland-Filiale gesehen?“, fragen die Ermittler. Die Tasche ist bisher die wichtigste Spur.

 In dieser Tasche lag das Baby in dem Mülleimer.

In dieser Tasche lag das Baby in dem Mülleimer.

Foto: Polizei Mönchengladbach

Unklar ist, ob die Zeitung vor oder nach dem Baby in dem Mülleimer abgelegt wurde. Die Ermittler hoffen nun, dass die Person sagen kann, was sich wann in dem Mülleimer befunden hat. Bisher hatten sich die Beamten vor allem auf das Umfeld konzentriert: Mit Plakaten wurde nach Zeugen gesucht, Polizisten gingen in dem Bereich rund um die Carl-Diem-Straße mit Flugblättern von Haustür zu Haustür, um Zeugen zu finden und die Herkunft Rabeas zu klären. „Wir haben daraus bisher ein relativ hohes Hinweisaufkommen im dreistelligen Bereich“, sagt Polizeisprecherin Cornelia Weber. Die Mordkommission gehe den Hinweisen nach, auch am Wochenende. Hinweise, die den Ermittlern helfen, können der Polizei unter Tel. 02161 290 gemeldet werden.