Mönchengladbach: Polizei fasst Tatverdächtigen nach Vergewaltigung

Fahndungserfolg in Mönchengladbach : Polizei fasst Tatverdächtigen nach Vergewaltigung einer 19-Jährigen

Vier Wochen nach der Tat am Sittardplatz hat die Polizei am Dienstag einen Verdächtigen in einer Flüchtlingseinrichtung in Ratingen festgenommen.Die Ermittlungen erstreckten sich bis nach Frankreich.

Knapp vier Wochen nach der Vergewaltigung einer 19-Jährigen am Sittardplatz in Mönchengladbach hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Der 18-Jährige guineischer Herkunft wurde am Dienstag der in einer Zentralen Unterbringungseinrichtung in Ratingen festgenommen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Mann sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

Die 19-jährige Mönchengladbacherin war am 28. September gegen 4.15 Uhr von einem Mann zunächst auf Bargeld angesprochen worden. Als die Frau sich zu ihm umdrehte, bedrohte er sie massiv, vergewaltigte sie und flüchtete anschließend.

Auf die Spur des Mannes gebracht wurden die Ermittler unter anderem durch das Opfer, das sich das Gesicht des Täters genau gemerkt hatte. Sie hatte sich Fotos von polizeilich bereits in Erscheinung getretenen Männern angesehen. „Sie ist alle durchgegangen und hat dann gesagt: Der war es“, sagt Polizeisprecherin Cornelia Weber. Doch damit war der Mann noch nicht gefasst. Denn der 18-Jährige aus Guinea hatte bei seiner Einreise in Deutschland seinen Namen verändert und auch sein Geburtsdatum, was aber noch niemand wusste.

Umfangreiche Ermittlungen führten die Kriminalbeamten aus Mönchengladbach zunächst nach Frankreich – genauer gesagt zu einem dort gemeldeten und polizeilich bereits in Erscheinung getretenen 18-Jährigen. In intensiver Zusammenarbeit mit Beamten der Fahndung und der Kriminalwache ergab sich der Verdacht, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen nahezu gleichnamigen Mann handeln könnte, der wegen Gewalt- und Drogendelikten polizeilich in Mönchengladbach bereits in Erscheinung getreten ist. Allerdings wichen die weiteren Personaldaten aus oben genannten Gründen zunächst deutlich von denen des ermittelten Mannes in Frankreich ab.

Die Kripo-Beamten forderten die polizeilichen Unterlagen des 18-Jährigen bei den Kollegen in Frankreich an. Anschließende weiterführende Ermittlungen ergaben, dass es sich doch um dieselbe Person handelt. Die Ermittler fanden heraus, dass sich der guineische Mann derzeit in einer Zentralen Unterbringungseinrichtung in Ratingen befinden müsste.

Die Kriminalbeamten beantragten über die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach einen Haftbefehl gegen ihn. Nachdem dieser erlassen war, nahmen sie den 18-Jährigen dort am Dienstag mit der Unterstützung von Streifenbeamten aus Ratingen widerstandslos fest.

Für die Vernehmung und weitere polizeiliche Maßnahmen brachten sie den 18-Jährigen zum Polizeipräsidium nach Mönchengladbach und danach in eine Justizvollzugsanstalt. Dort sitzt er nun in Untersuchungshaft.Laut Cornelia Weber ist der Mann der Polizei gegenüber wenig kooperativ, wolle sich zu dem Vorfall nicht äußern. „Wir haben aber nicht nur die Aussage und Täterbeschreibung des Opfers, sondern auch Sachbeweise wie einen DNA-Treffer“, sagt die Polizeisprecherin.

(gap)
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