Mönchengladbach: Nach Hundebiss erfindet Familie fremden Hundehalter

Mönchengladbach : Biss-Verletzung: Hund erfunden

Das Mädchen wurde im November vom Hund einer Bekannten der Familie verletzt.

(angr) Nach dem Biss eines Hundes, bei dem ein zwei Jahre altes Kind am 9. November verletzt worden war, hat die Polizei nun ein Strafverfahren eingeleitet wegen Vortäuschens einer Straftat. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Demnach trug sich der Fall anders zu als damals behauptet: Die Polizei suchte zunächst Zeugen, die den Angriff eines Hundes auf das Kind auf einem Kinderspielplatz an der Aachener Straße beobachtet hatten. Angeblich habe der Hundehalter damals sein Tier zurückgezogen, sei aber dann weggegangen, ohne sich um das verletzt Kind zu kümmern. Mit einer Personenbeschreibung suchte die Polizei Mönchengladbach nach Zeugen, um Hinweise zu bekommen.

Inzwischen ist klar: Es war alles ganz anders. Das Kind wurde der Polizei zufolge nicht von einem fremden Hund, sondern von einem Husky-Schäferhund-Mischling verletzt, der einer Bekannten der Familie gehört. Das kleine Mädchen war der Frau zur Betreuung überlassen worden, als es in der Wohnung der 19-Jährigen von dem Tier gebissen wurde. Weil man Sorge hatte, dass Folgen für Hund und Halterin entstehen könnten, wurde das Geschehen bei den Ermittlern anders dargestellt und eine Straftat vorgetäuscht. Die Polizei hat deshalb ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet.

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