Mönchengladbach: Mordkommission der Polizei sucht Zeugen nach Tötungsdelikt

Ermittlungen der Mordkommission : Polizei sucht Zeugen nach Tötungsdelikt

Der 42-Jährige soll bereits am vergangenen Wochenende getötet worden sein, so das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung. Zahlreiche Stichverletzungen waren todesursächlich.

Nach dem Leichenfund in einem Mehrfamilienhaus in Mülfort ist die Polizei jetzt sicher: Der 42 Jahre alte Mann wurde getötet. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen, die bis in den späten Dienstagabend dauerten, hätten den Verdacht eines Tötungsdeliktes bestätigt. Das teilte die Polizei am Mittwochvormittag mit. Demnach hätten die Rechtsmediziner unter anderem eine Vielzahl von Schnitt- und Stichverletzungen festgestellt, von denen einige auch todesursächlich waren. Das Opfer, das in seiner Wohnung getötet wurde, muss sich auch gewehrt haben. Denn es waren Abwehrverletzungen zu erkennen. Zur Tatwaffe machte die Polizei zunächst keine Angaben. So ist auch unklar, ob die Waffe in der Wohnung gefunden wurde.

Der 42-Jährige lag den Ermittlungen der Polizei zufolge aber bereits länger tot in seiner Wohnung an der Giesenkirchener Straße. „Nach bisherigem Kenntnisstand liegt die Tatzeit vermutlich im Bereich des vergangenen Wochenendes“, sagte Polizeisprecherin Cornelia Weber. Den genauen Tatzeitpunkt habe die Obduktion nicht ergeben. Deshalb sucht die Mordkommission nun Zeugen, die das Opfer in der vergangenen Woche inklusive des Wochenendes gesehen haben. Bisher sind noch nicht viele Einzelheiten zu dem Mann veröffentlicht, die Polizei teilte den Namen mit Steffen H. mit. Die Ermittler fragen, in welcher Begleitung der 42-Jährige war und wer Angaben zum persönlichen Umfeld des Opfers machen kann. Zeugen werden gebeten, sich bei der Mordkommission unter Tel. 02161 290 zu melden.

Gegen 11 Uhr hatte am Dienstag ein Zeuge bei der Polizei angerufen und mitgeteilt, dass er den 42-Jährigen tot in seiner Wohnung liegend gefunden habe. Dabei soll es sich den Polizeiangaben zufolge um jemanden handeln, der einen Schlüssel zu der Wohnung hat. Der 42-Jährige, der nach bisherigem Kenntnisstand unverheiratet war, habe allein in der Wohnung gelebt. Ob es sich bei dem Zeugen um einen Betreuer des Mannes handelte, dazu gab die Polizei zunächst keine Auskunft. „Wir können keine gesicherten Angaben machen“, sagte Polizeisprecherin Weber. „Die umfangreichen Ermittlungen werden derzeit mit dem besonderen Fokus auf die Klärung des persönlichen Umfeldes des Opfers und die weitere Spurensicherung vor Ort durchgeführt.“

(angr)
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