Mönchengladbach: Massenschlägerei unter zwei Großfamilien

Polizeieinsatz in Mönchengladbach : Zwei Schwerstverletzte bei Massenschlägerei unter zwei Großfamilien

Bei einer Massenschlägerei sind in der Nacht zum Samstag zwei Männer schwerst verletzt worden. Zwei Großfamilien waren aneinander geraten. Mehrere Dutzend Menschen sollen daran beteiligt gewesen sein.

In Wickrath ist es in der Nacht zu Samstag gegen 0.15 Uhr in einem Gastronomiebetrieb an der Beckrather Straße zu einem Streit und einer Massenschlägerei gekommen. Wie die Polizei am Wochenende mitteilte, wurden dabei zwei Männer im Alter von 42 und 71 Jahren schwerst verletzt. Sie wurden vor Ort von Rettungskräften erstversorgt und anschließend in einem Krankenhaus sofort operiert. Derzeit bestehe aber für keinen der Männer Lebensgefahr. Der 71-Jährige befindet sich nach wie vor in stationärer Behandlung, ist aber stabil. Der 42-Jährige wurde bereits am Samstag wieder aus der Klinik entlassen. Nach Polizeiangaben waren mehrere Dutzend Menschen an der Auseinandersetzung beteiligt.

In den sozialen Medien wird berichtet, dass vor dem Hotel Frambach in Wickrath stundenlang Einsatzfahrzeuge von Polizei und Rettungskräften mit eingeschaltetem Blaulicht gestanden hätten. Angeblich waren dort zwei Großfamilien aneinander geraten. Augenzeugen sprechen von 40 bis 50 Personen.

Als die Polizei einschritt, wurde ein Beamter leicht verletzt, er blieb jedoch dienstfähig.

Die Polizei Mönchengladbach und die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach werteten das Geschehen in Wickrath wegen der Art der Verletzungen zunächst als versuchtes Tötungsdelikt. Eine Mordkommission wurde eingesetzt.

Die Vernehmungen von Zeugen und auch den Geschädigten erwiesen sich teilweise als schwierig. Am Sonntag teilte die Polizei mit, dass sich die an der Massenschlägerei beteiligten Personen aufgrund einer Familienfeier in dem Hotel aufgehalten hatten. „Es entwickelten sich Streitigkeiten mit einer weiteren Gruppe von Personen, die vor Ort erschien“, hieß es in der gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Der Streit sei eskaliert, und es sei zu Handgreiflichkeiten gekommen. Aufgrund mehrerer Aussagen und objektiver Indizien sei davon auszugehen, dass es sich nicht um ein versuchtes Tötungsdelikt handelt. Vielmehr dürften die Verletzungen im Gerangel um einen spitzen Gegenstand entstanden sein. Die Ermittlungen werden nun wegen Körperverletzungen weitergeführt.

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