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Mönchengladbach: Jugendlicher schmeißt Flasche und demoliert Polizeiauto

Einsatz wegen Ruhestörung in Mönchengladbach : Jugendlicher wirft mit Flasche Loch in Windschutzscheibe von Polizeiauto

Anwohner hatten die Polizei gerufen, weil junge Leute laut auf einem Balkon feierten. Als die Beamten zur Ruhe mahnten, wurden eine 19-Jährige und ein Gast aggressiv.

Ein Polizeieinsatz wegen Ruhestörung endete in Mönchengladbach in der Nacht zu Mittwoch mit einem Loch in einem Streifenwagen und zwei jungen Menschen in der Ausnüchterungszelle.

Es war gegen 2.10 Uhr, als die Polizisten am Einsatzort im Mönchengladbacher Stadtteil Hardterbroich-Pesch eintrafen. Weil sich auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses fünf Menschen lautstark unterhielten und dabei Musik lief, konnten die Ordnungshüter die entsprechende Wohnung schnell ausfindig machen. Nachdem endlich die Tür geöffnet wurde, sprachen sie mit der 19-jährigen Bewohnerin und ermahnten sie zur Ruhe. Die Polizisten waren noch im Haus, als sie draußen einen lauten Knall hörten. Die Beamten gingen zu ihrem Streifenwagen, der unmittelbar unter dem Balkon geparkt war und sahen, dass die Windschutzscheibe ein Loch hatte. Außerdem war die Motorhaube nass, und daneben lag eine Flasche.

Offenbar hatten mehrere Zeugen den Vorfall beobachtet. So erhärtete sich der Verdacht, dass ein 17-jähriger Mönchengladbacher, der mit auf dem Balkon gefeiert hatte, zunächst den Streifenwagen nass gemacht – mit welcher Flüssigkeit, weiß die Polizei nicht – und dann die Flasche darauf geworfen hatte.

Sowohl er als auch die 19-Jährige waren alkoholisiert und verhielten sich laut Polizeibericht während des gesamten Einsatzes unkooperativ und teilweise aggressiv. Beide nüchterten im Polizeigewahrsam aus. Der 17-Jährige, der sich nicht zu dem Vorfall einließ, wurde anschließend in die Obhut seiner Erziehungsberechtigten übergeben. Ein entsprechendes Strafverfahren wurde eingeleitet.

(gap)