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Mönchengladbach: Jugendliche an der Marktstraße beraubt

Angriff in der Innenstadt : Jugendliche an der Marktstraße in Mönchengladbach-Rheydt beraubt

Eine Gruppe männlicher Täter schlug und trat zu. Ein 35-jähriger Passant kam hinzu und verscheuchte die Angreifer.

Ein 16- und ein 17-Jähriger haben am Dienstagabend gegen 19.10 Uhr die Polizei gerufen, weil mehrere Jugendliche sie an der Marktstraße in Rheydt angegriffen hätten. Sie berichteten, dass die Täter versucht hätten, ihnen eine Jacke zu rauben. Die beiden Opfer waren nach eigenen Aussagen in der Nähe des Marienplatzes unterwegs, als sie von zwei Jugendlichen gefragt worden seien, ob sie kürzlich einen Freund von ihnen geschlagen hätten. Obwohl der 16- und der 17-Jährige dies verneint hätten, hätten die anderen beiden Jugendlichen versucht, sie anzugehen. Daraufhin seien der 16- und der 17-Jährige zur Marktstraße geflüchtet. Die Angreifer hätten weitere Jugendliche hinzugerufen, so dass insgesamt acht bis neun Jugendliche hinter den Opfern her gewesen seien. Einer der Jugendlichen habe dem 16- und dem 17-Jährigen ins Gesicht geschlagen. Drei weitere Personen hätten den 17-Jährigen getreten und versucht, ihm die Jacke zu entreißen.

Ein 35-jähriger Zeuge schritt laut Polizeibericht ein und konnte die Jugendlichen verscheuchen. Die Tatverdächtigen seien in unbekannte Richtung geflüchtet.

Der Täter, der die Jugendlichen geschlagen hat, wird wie folgt beschrieben: männlich, circa 1,80 Meter groß, zwischen 15 und 18 Jahre alt, südländisches Erscheinungsbild, dunkle Haare, die an den Seiten kurz rasiert und am Oberkopf länger und zu einem Zopf gebunden gewesen seien sollen. Er sei mit einer roten Jacke bekleidet gewesen. Zu den anderen drei Haupttätern gibt es nur eine vage Beschreibung: männlich, circa 14 bis 16 Jahre alt, etwa 1,65 bis 1,75 Meter groß. Die Polizei Mönchengladbach bittet um Hinweise unter 02161 290.

In der Nacht zum 8. November hatte eine mindestens fünfköpfige Gruppe Jugendlicher und junger Männer am Marienplatz einen 18-Jährigen brutal angegriffen und dabei so schwer verletzt, dass er zunächst in Lebensgefahr schwebte. Zeugen beschrieben die Täter als 16 bis 24 Jahre alte Männer mit südländischem Aussehen, mindestens ein Täter sehe asiatisch aus. Eine eingesetzte Mordkommission ermittelte wegen versuchten Totschlags und konnte wenig später drei Hauptverdächtige festnehmen. Ein 16-Jähriger, ein 18-Jähriger und ein 19-Jähriger wurden anschließend von einem Richter in Untersuchungshaft geschickt. Die beiden Jüngeren sind polizeibekannt.

Ob ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht ist jetzt unter anderem Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Einen konkreten Anhaltspunkt gebe es dafür allerdings noch nicht, so ein Polizeisprecher.

(gap)