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Mönchengladbach: Inhaber beobachtet Einbruch in Geschäft via Smartphone

Kurioser Diebstahl : Inhaber beobachtet Einbruch in Geschäft via Smartphone

Barbaros Islek saß gerade auf der Polizeiwache, als aus seinem Handy-Geschäft der Alarm auf anschlug.

Den Samstag vor eineinhalb Wochen wird Barbaros Islek nicht mehr so schnell vergessen. Der Inhaber eines Handy-Shops an der Sittardstraße verfolgte live auf seinem Mobiltelefon einen Einbruch in sein Geschäft – während er im Polizeipräsidium Neuwerk auf der Polizeiwache saß. Die Einbrecher konnten aber trotz Fahndungsaktion bisher nicht gefasst werden. Islek hat Anzeige erstattet, das bestätigte die Polizei, ebenso wie den eigentlichen Einsatz am Karnevalssamstag.

Barbaros Islek parkte eigenen Angaben zufolge gegen 18 Uhr am Samstag, 22. Februar, sein Auto an der Viktoriastraße. Gegen 19 Uhr kehrte er zu seinem Fahrzeug zurück und entdeckte, dass die Seitenscheibe auf der Beifahrerseite eingeschlagen worden war. Sein Portemonnaie mit Geld, eine Taschenlampe und sein Schlüsselbund waren verschwunden. Die Wertsachen hatte er im Wagen liegenlassen – ein schwerer Fehler. „Ich habe die Polizei angerufen und bin dann zur Wache im Präsidium in Neuwerk gefahren, um Anzeige zu erstatten“, sagt Islek.

Noch während er dort wartete, meldete sich aber das Alarmsystem aus seinem Geschäft auf dem Smartphone. In der Live-Überwachung entdeckte er die Unbekannten, die durch die Hintertür ins Geschäft eindrangen. Islek fuhr hin, alarmierte dazu auch die Polizei, die das Geschäft dann auch umstellte. „Ich hatte die Hoffnung, dass wir die Täter auf frischer Tat ertappen“, sagt Islek. Doch offenbar konnten die Einbrecher Sekunden zuvor entwischen, wie die Aufnahmen aus seiner Kameraüberwachung nahelegen. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur.

Immerhin waren sie Isleks Angaben zufolge im Geschäft nicht bis in den Verkaufsraum mit den Mobiltelefonen vorgedrungen. Eine weitere Tür versperrte ihnen dort den Weg. Lediglich ein im hinteren Raum abgestellter E-Scooter sei gestohlen worden, so Islek. Inzwischen hat er der Kriminalpolizei das Bildmaterial aus der Überwachung zur Verfügung gestellt. Und natürlich hat er sämtliche Schlösser an seinem Geschäft ausgetauscht.