1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach
  4. Blaulicht

Mönchengladbach: Feuerwehreinsatz wegen verdächtiger Substanz im Landgericht

Vierter Fund in wenigen Monaten : Umschlag mit verdächtiger Substanz im Landgericht Mönchengladbach gefunden

Im Landgericht Mönchengladbach ist ein Umschlag mit einer verdächtigen Substanz gefunden worden. Feuerwehr und die Polizei sperrten den Bereich vorübergehend ab. Ob die Substanz gefährlich ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar.

Rettungswagen, Drehleiter, Gerätewagen – die Feuerwehr rückte am Dienstagnachmittag kurz nach 15 Uhr mit großem Aufgebot zur Hohenzollernstraße aus. In der Wachtmeisterei des Landgerichts war kurz zuvor ein großer bräunlicher Umschlag aufgetaucht, der eine verdächtige Substanz enthielt. Da nicht klar war, ob die Substanz giftig war oder sich wie bei früheren Vorfällen ähnlicher Art in Mönchengladbach auch in diesem Fall wieder als harmlos erweisen würde, gingen Polizei und Feuerwehr auf Nummer sicher. Das Gerichtsgebäude wurde geräumt, die Hohenzollernstraße gesperrt. Feuerwehrleute in gelben Schutzanzügen und Gummistiefeln gingen ins Gerichtsgebäude, um den verdächtigen Umschlag sicherzustellen. Er wurde in eine aufblasbare Isolierstation gebracht und darin in einen sicheren Behälter gepackt.

Um welche Substanz es sich handelt, etwa um ein Pulver oder eine Flüssigkeit, konnte die Polizei am Mittwoch noch nicht sagen. „Der auffällige Umschlag ist von außen gescannt worden. Aber er wurde noch nicht geöffnet“, erklärte eine Sprecherin am späten Nachmittag. Am Abend hieß es dann: „Der Umschlag ist nun sicher gelagert, so dass keine Gefahr davon ausgeht.“ Am Mittwoch soll dann mit dem Landeskriminalamt das weitere Vorgehen geklärt werden, so die Sprecherin.

Die Polizei war nach Angaben um 15.01 Uhr alarmiert worden. Auch die Feuerwehr war schnell vor Ort. Fünf Gerichtsmitarbeiter, die sich mit dem Umschlag in einem Raum befunden hatten, wurden zunächst vorsorglich isoliert, durften dann aber nach Rücksprache mit Ärzten den Isolierraum verlassen. Nach Erkenntnisstand der Polizei von 17.30 Uhr sind keine Personen zu Schaden gekommen. Die Sperrung der Hohenzollernstraße konnte nach knapp zwei Stunden um 17.11 Uhr aufgehoben werden.

In den vergangenen Monaten waren schon mehrfach verdächtige Substanzen aufgetaucht. Anfang Juni musste die Polizeiwache in Rheydt großräumig abgesperrt werden, weil Polizisten eine verdächtige Substanz von einem Einsatz mitgebracht hatten. Wenig später sperrten Feuerwehr und Polizei das Rheydter Amtsgericht, weil auch dort verdächtiges Pulver aufgetaucht war – inklusive Drohbrief. Im Juli gab es einen weiteren Einsatz in Rheydt, bei dem ein Umschlag mit verdächtigem Pulver in einem öffentlichen Büro aufgetaucht war.

Der Artikel wurde aktualisiert, nachdem neue Informationen zum weiteren Umgang mit dem Umschlag bekannt geworden waren.