Zugriff in Viersen Mönchengladbacher Polizist schießt bei Einsatz zu Ermittlungen im Drogenmilieu

Mönchengladbach/Viersen · Bei einem geplanten Zugriff auf Tatverdächtige aus dem Drogenmilieu ist es am Dienstag in Viersen zu einer Schussabgabe gekommen. Warum die Aachener Polizei nach einem Vorfall in Viersen gegen Kollegen aus Mönchengladbach ermittelt.

 Nach dem Schuss eines Mönchengladbacher Polizisten ermitteln die Kollegen aus der Aachener Behörde.

Nach dem Schuss eines Mönchengladbacher Polizisten ermitteln die Kollegen aus der Aachener Behörde.

Foto: dpa/Silas Stein

Die Tatverdächtigen waren ermittelt, für Dienstag war der Zugriff vorgesehen. Doch der Plan ging nicht auf wie gewünscht. Ein Polizist gab einen Schuss ab. Aus Neutralitätsgründen ermittelt jetzt die Aachener Polizei zur Schussabgabe.

Bei einem Einsatz der Mönchengladbacher Polizei in Viersen-Dülken an der Theodor-Frings-Allee sollte am Dienstag, 2. August, gegen 14 Uhr ein Fahrzeug kontrolliert werden, in dem, davon ging die Polizei aus, Tatverdächtige aus einem Drogen-Ermittlungsverfahren saßen.

„Bei dem Zugriff soll der Fahrer des Wagens plötzlich auf einen Polizisten zugefahren sein, der dann einen Schuss abgab“, sagte ein Sprecher der Aachener Polizei. Verletzt worden sei nach ersten Erkenntnissen keiner. Dass bei dem Zugriff auch SEK-Kräfte im Einsatz waren, wie Augenzeugen berichten, konnte der Polizeisprecher nicht bestätigen. Auch weitere Details zu dem laufenden Ermittlungsverfahren sind noch nicht bekannt.

Die Aachener Polizei ermittelt derzeit in zwei weiteren Mönchengladbacher Fällen: Im Juni schoss ein Polizist auf eine randalierende Frau, als diese mit einem spitzen Gegenstand auf ihn zustürmte. Und im Juli erhob ein Gladbacher Polizist Kostenpflichtiger Inhalt schwere Vorwürfe gegen Kollegen, weil diese ihn angeblich attackierten, nachdem sie ihn in bei einer Autofahrt gestoppt hatten.

(gap)
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